Brand USA kämpft um Budget und die eigene Zukunft
Brand USA steht unter finanziellem und politischem Druck. Die US-Tourismuswerber arbeiten in diesem Jahr mit einem deutlich gekürzten Budget und kämpfen zugleich um ihre künftige Existenz. Ende September 2027 läuft die aktuelle achtjährige Genehmigung durch den Kongress aus.
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Das touristische Incoming-Geschäft in den USA, hier die Freiheitsstatue vor der Skyline New Yorks, war zuletzt rückläufig
Die Reisebranche versucht, die Wiederzulassung frühzeitig abzusichern. Geoff Freeman, Chef des Reiseverbandes U.S. Travel Association, sprach bei der Touristikmesse IPW in Fort Lauderdale nach Angaben des US-Portals Travel Weekly von einer schwierigen Aufgabe in einem "herausfordernden politischen Umfeld". Offen sei auch, welchen Einfluss die im Herbst anstehenden Zwischenwahlen auf die Aussichten von Brand USA hätten.
Budget sinkt um fast 100 Millionen Dollar
Der Einschnitt geht auf das im vergangenen Jahr beschlossene Gesetzespaket "One Big Beautiful Bill" zurück. Die Förderung durch die US-Regierung wurden von 100 auf 20 Millionen Dollar gekürzt. Dadurch schrumpfte das Gesamtbudget von Brand USA für das Geschäftsjahr 2026 auf 157,8 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte es noch 252 Millionen Dollar betragen.
Die Folgen sind bereits sichtbar. Brand USA strich zwölf Stellen, was 15 Prozent der Belegschaft entspricht. Zudem wurde das Go-USA-TV-Netzwerk eingestellt. Auch die internationale Vermarktung fällt kleiner aus. Die im Oktober gestartete Kampagne "America the Beautiful" läuft nur noch in zehn Ländern. In früheren Jahren hatte Brand USA Kampagnen in bis zu 25 Märkten ausgerollt.
Kongress bleibt Hürde
Im US-Kongress gibt es unterdessen laut Travel Weekly einen Vorstoß zur Wiederherstellung der Mittel. Eine parteiübergreifende Gruppe von sechs Senatoren habe im November den Visit USA Act eingebracht, der die Bundesfinanzierung wieder auf 100 Millionen Dollar erhöhen soll. Inzwischen hat der Entwurf 14 Mitunterzeichner, neun Demokraten und fünf Republikaner. Auch Trumps Budgetantrag für das Geschäftsjahr 2027 enthält 100 Millionen Dollar für Brand USA.
Freeman warnt dennoch vor Widerständen. Einige Abgeordnete lehnten das staatliche Programm seit Langem ab und säßen in einflussreichen Positionen.
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