16. Juli 2021 | 13:47 Uhr
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Spanien und Niederlande werden keine Hochinzidenzgebiete

Beide Länder werden vom Robert-Koch-Institut zumindest noch diese Woche als einfache Risikogebiete eingestuft, obwohl ihre Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 200 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt. Als Risikogebiet gilt wird ab Sonntag auch Griechenland.

Spanien

Spanien bleibt zunächst einfaches Risikogebiet

Trotz stark gestiegener Inzidenzwerte wurden Spanien und die Niederlande noch nicht als Hochinzidenzgebiete eingestuft, sie stehen weiterhin auf der Liste der einfachen Risikogebiete. Als neue Hochinzidenzgebiete wurden hingegen Kuba, Indonesien und Lybien ausgewiesen. Griechenland gilt nun als einfaches Risikogebiet. Die Änderungen der RKI-Liste werden zum 18. Juli wirksam.

Erst in der vergangenen Woche war Spanien inklusive der Balearen und Kanaren als Risikogebiet eingestuft worden. Aktuell bewegt sich die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien bei 329. Mallorca meldete am Freitag einen Rekord an Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden 864 Ansteckungen erfasst, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 271. In den Niederlanden bewegt sich die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 376.

Deutet sich ein Strategiewechsel an?

Dass beide Länder dennoch vorerst auf dem Status einfacher Corona-Risikogebiete belassen werden und keine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes erhalten, könnte darauf hindeuten, dass neben der reinen Inzidenz verstärkt andere Faktoren, wie etwa die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Belegung der Intensivbetten in Krankenhäusern, für die Einstufung zu Rate gezogen werden. Ähnliche Schritte hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Einstufung des Infektionsgeschehens im Inland bereits angekündigt.

Für Reisende nach Spanien und in die Niederlande bedeutet dies, dass zunächst alles beim Alten bleibt. Sie müssen nach der Rückkehr nach Deutschland weiterhin nicht in Quarantäne; auch wenn sie nicht vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind. Allerdings gilt es laut Touristik-Insidern als wahrscheinlich, dass die Einstufung zum Corona-Hochinzidenzgebiet  nächste Woche erfolgt.

Neu auf der Liste der Hochinzidenzgebiete: Indonesien, Kuba, Libyen

Neu auf der Liste der Risikogebiete: die dänischen Regionen Hovedstaden und die Färöer, Griechenland, Malediven, Myanmar, Niederlande inklusive Sint Maarten, Sri Lanka, Thailand.

Kein Risikogebiet mehr: Komoren, Norwegen, Schweden.

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