23. April 2026 | 18:26 Uhr
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Zahl der Azubis in der Touristik ist weiter gesunken

Im Jahr 2025 wurden 957 neue Ausbildungsverträge für die Ausbildung zu Tourismuskaufleuten geschlossen, das waren 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht laut Mitteilung des Deutschen Reiseverbands (DRV) aus der nun veröffentlichten Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor.

Azubis Auszubildende Reisebüro Tourismus Foto iStock Stockfour

Die Zahl des Nachwuchses in der Touristik ist weiter rückläufig, so der DRV

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Damit entwickele sich die Branche deutlich schwächer als der Gesamtmarkt, der um 2,1 Prozent zurückging. "Die Reisewirtschaft verliert im Wettbewerb um Auszubildende überproportional. Das ist ein klares Warnsignal", erklärt DRV-Präsident Albin Loidl.

Trotz zwischenzeitlicher leichter Erholung nach der Pandemie bleibe das Niveau deutlich unter dem Stand von Vor-Corona, so der DRV weiter. 2015 seien in der Touristik noch 1.615 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Der pandemiebedingte Einbruch wirke bis heute nach.

Nachwuchsmangel ein Kernthema

"Die Sicherung von Arbeits- und Nachwuchskräften ist und bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Branche. Klar ist auch, dass die demografische Entwicklung den Wettbewerb um die Nachwuchskräfte weiter verschärfen wird", so Loidl. Im laufenden Jahr werden laut Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz mit voraussichtlich rund 750.000 Schulabgängern so wenige wie noch nie für den Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehen.

"Wir brauchen eine moderne, praxisnahe Ausbildung – sowohl in den Betrieben als auch in den Berufsschulen", appelliert Loidl. Dazu gehöre auch eine zeitgemäße Ausstattung und die Integration digitaler Kompetenzen. Der aktuelle Ausbildungsrahmenplan stamme aus dem Jahr 2011. Eine grundlegende Überarbeitung sei bisher nicht erfolgt. Eine Neuordnung könne nur auf Bundesebene angestoßen werden und dauere mehrere Jahre.

Ausbildung im Spannungsfeld föderaler Strukturen

Die duale Ausbildung in Deutschland basiere auf einem Zusammenspiel verschiedener Akteure –Bund, Länder, Kommunen und Ausbildungsbetriebe, erklärt der Verband. Dabei regelt laut DRV der Bund Ausbildungsordnung und Inhalte, die Länder verantworten den schulischen Teil, die Kommunen stellen die Infrastruktur der Berufsschulen und die Betriebe setzen die Ausbildung praktisch um. Eine vollständig einheitliche Gestaltung sei systembedingt nicht möglich. "Gerade deshalb ist der Austausch zwischen allen Beteiligten entscheidend, um die Ausbildungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln", appelliert der DRV-Chef.

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