21. August 2020 | 07:00 Uhr
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TUI will bis zu 60 eigene Reisebüros dichtmachen

Man müsse die Größe des Filialnetzes "im aktuellen Marktumfeld analysieren", heißt es von TUI. Welche der rund 450 Agenturen in den kommenden Monaten von den Sparplänen der "Zukunftsstrategie" betroffen sind, ist noch unklar. Mit dem Betriebsrat würden bereits Gespräche geführt.

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Eigentlich sollten betriebsbedingte Kündigungen bei TUI bis Ende 2021 ausgeschlossen sein. TUI Deutschland hatte Anfang des Jahres eine Vereinbarung zur "Zukunftssicherung" mit dem Konzernbetriebsrat  getroffen, die dies vorsieht. Mitte 2019 hatte Veranstaltchef Marek Andryszak angekündigt, dass in der Zentrale in Hannover in den kommenden zwei Jahren rund 450 Stellen abgebaut werden sollen. Die später abgeschlossene "Zukunftssicherungsvereinbarung" sieht eine Beschäftigungssicherung bis zum 31. Dezember 2021 vor. Allerdings wird auch die Einschränkung festgehalten, "dass betriebsbedingte Kündigungen als Ultima Ratio möglich sind". Diese sollten aber vor dem Ende des Vertrags nicht wirksam werden.

Bereits im vergangenen Jahr schloss TUI alle 18 Flughafenstationen in Deutschland, trotz massiver Kritik. In anderen Märkten wurde der Rotstift beim stationären Vertrieb schon früher angesetzt. So kündigte TUI hatte Mitte Juni an, in Frankreich 70 konzerneigene Büros zu schließen oder zu verkaufen. Ende Juni wurde für Großbritannien und Irland die Schließung von 166 Reisebüros verkündet.

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