Stimmung in den Reisebüros verschlechtert sich deutlich
Die aktuellen Krisen wirken sich deutlich auf die Stimmung im Vertrieb aus. Laut dem aktuellen Vertriebsklimaindex der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner bewerten 54 Prozent die aktuelle Lage als schlecht, 70 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Ertragssituation.
iStock/Shutthiphong Chandaeng
Die Nachfrage nach Urlaubsreisen leidet spürbar unter der Krise
Das Ergebnis ist angesichts der weltpolitischen Lage und kräftig gestiegener Energiepreise nicht überraschend. Allerdings fällt es in jeder Hinsicht deutlich aus. So bezeichnen nur noch 13 Prozent der Panel-Teilnehmer die aktuelle Lage als gut. Der Anteil derer, die sie als schlecht bewertet, steigt gegenüber dem Vormonat um 22 Prozentpunkte.
Ähnlich ist es bei der Einschätzung der aktuellen Verkäufe. Nur knapp sieben Prozent bilanzieren wachsende Verkäufe, bei 72 Prozent befinden sie sich im Sinkflug. Der Anteil derer, die über schwächere Geschäfte klagen, steigt gegenüber dem Vormonat um 26 Prozentpunkte.
Nicht besser sieht es bei den Erwartungen aus. Gut zwei Drittel der Befragten rechnen für die kommenden Monate mit schrumpfender Nachfrage, nur knapp vier Prozent setzen auf mehr Geschäft. Und mit Blick auf die Entwicklung der Ertragssituation steigt der Anteil derer, die von einer Verschlechterung ausgehen, gegenüber März um gut 20 Prozentpunkte auf 70 Prozent. Bereits seit dem Jahresbeginn hat sich die Stimmung im Vertrieb Monat für Monat verschlechtert.
Im April 2026 gaben insgesamt 270 Reisebüros ihre Bewertung ab. Unter den Teilnehmern werden regelmäßig Reisegewinne verlost.
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