RBB-Magazin "Supermarkt" hat Reisebüros auf dem Kieker
Falschberatung und unseriöse Versprechungen wirft die Verbrauchersendung des Rundfunks Berlin-Brandenburg Reisebüros aus der Region nach einer Stichprobe vor. Sie würden die Verunsicherung der Kunden ausnutzen und "zum Teil mangelhaft" beraten. Der Sender hatte vier Reisebüros mit versteckter Kamera besucht.
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Ein Expedient habe zum Abschluss einer Flex-Option für 30 Euro mit dem Argument geraten, dass Reiseveranstalter bei Absagen wegen Reisewarnungen die Kosten oft nicht zurückerstatten würden. Dies sei eine unzulässige Falschberatung, sagte Reiserechtsanwalt Roosbeh Karimi in der RBB-Sendung "Supermarkt" am Montagabend, und die Rückzahlung gesetzlich vorgeschrieben. "Die Rechtslage ist unverändert. Spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aus, dann steht dem Verbraucher die kostenfreie Stornierung zu", so der Jurist.
Ein anderes Reisebüro habe für eine Pauschalreise einen Corona-Zusatzschutz für 212 Euro empfohlen und versprochen damit alle eventuellen Pandemie-Risiken, einschließlich des Reiserücktritts abzusichern. Für den Fall, dass die Corona-Zahlen kurz vor Reisestart in dem Land steigen und man deshalb nicht reisen wolle, riet die Mitarbeiterin, sich ein ärztliches Attest zu besorgen, damit die Reiserücktrittsversicherung greife. Das sei eine Aufforderung zum Versicherungsbetrug, sagt der Reiserechtler.