Lufthansa macht Zugeständnisse beim Thema Gruppenbuchungen
Die Lufthansa Group hat die zum 5. Mai angekündigte Verschärfung der Bedingungen für Gruppenbuchungen leicht modifiziert. Nach intensiven Dialogen mit Partnern und Verbänden passe man diese Konditionen an, heißt es auf Anfrage von Counter vor9. Demnach wird eine Reservation Fee neben 180 auch erst ab 150 und 120 Tagen vor Abflug fällig, je nach vorheriger Stornoquote.
Lufthansa
Die Lufthansa passt die neuen Konditionen an, zumindest für einige Vertriebspartner
Mit HX Expeditions die faszinierende Arktis erkunden
Seit 130 Jahren bietet HX Expeditions eiskalte Abenteuer in den arktischen Gewässern rund um Norwegen, Spitzbergen, Island und Grönland. Ob Inselumrundung oder Nordlicht-Versprechen, die Auswahl kann kann gezielt individuell getroffen werden. Das diesjährige Jubiläum möchte HX ganz besonders feiern. Counter vor9
Künftig beziehungsweise ab dem 5. Mai wird bei der Komplettstornierung einer Gruppe bei Lufthansa deutlich früher eine belastende Gebühr fällig. Während bislang bis 61 Tage vor Abreise eine pauschale Gebühr galt, greift das neue Modell standardmäßig bereits ab 180 Tagen vor Abflug. Hiervon weicht die Kranich-Airline nach Kritik aus der Reisebranche nun ab, je nach Stornoquote des Partners in der Vergangenheit, wie die Lufthansa Group bestätigt.
Lufthansa reagiert nach Gesprächen
Nach intensiven Dialogen mit Partnern und Verbänden habe die Lufthansa Group die ursprünglich kommunizierten Regeln teilweise angepasst. Die Airline verknüpfe die Fristen nun mit der durchschnittlichen Realisierungsquote der angefragten Gruppenplätze.
Somit könnten "Partner, die in der Vergangenheit eine geringe Stornierungsquote und damit eine gute oder sehr gute Realisierung ihrer Gruppen erreicht haben, vom Standardmodell abweichen". Für sie kann die Frist laut Lufthansa Group für die prozentual erhobene Reservation Fee auf 150 beziehungsweise 120 Tage verkürzt werden. Nach dem Zeitfenster wird die Reservation Fee prozentual in Abhängigkeit vom Flugpreis und von Zuschlägen berechnet. Fällig werden fünf Prozent des Flugpreises, gedeckelt auf maximal 2.000 Euro pro Buchung. Für neue Buchungen sind diese Bedingungen verpflichtend, teilt die LH Group mit.
Airline verweist auf Risikoteilung
Die Lufthansa Group begründet den Schritt mit häufigen kurzfristigen Komplettstornierungen, die bislang ein hohes wirtschaftliches Risiko für die Airline bedeutet hätten. Ziel sei es, Gruppenbuchungen verlässlicher zu machen und Kapazitäten effizienter zu steuern.
Das Unternehmen betont, eine bessere Verteilung des kommerziellen Risikos zwischen Airline und Partnern sei eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Gruppengeschäfts. Entscheidend sei dabei, wie viele der gebuchten Gruppenplätze am Ende tatsächlich abgeflogen werden.
Entschärfung der neuen Regeln
Man darf gespannt sein, ob die Nachbesserung Kritiker verstummen lässt. In der Branche wurde vor steigenden Preisen und sinkender Wettbewerbsfähigkeit von Gruppenangeboten gewarnt. Die Lufthansa zeigt sich gesprächsbereit, stellt jedoch keine generelle Abkehr von den neuen Regeln in Aussicht. Ein Großteil der Partner werde künftig die angepasste Frist von 120 respektive 150 Tage erhalten, so die Einschätzung der Airline.
"Es ist unser Ziel, unseren Partnern auch zukünftig ein attraktives Gruppenangebot unterbreiten zu können, das Planbarkeit für ihr Geschäft durch frühzeitigen Zugang zu Kapazität und Preisen und eine effiziente Abwicklung ermöglichen", heißt es von der Lufthansa Group.
Sabine Schreiber-Berger