13. Mai 2022 | 13:14 Uhr
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"Geschäftsreise-Sparte brummt wieder richtig"

Aktuell ist Thorsten Siems (Foto) als Vertriebsbezirksleiter für 90 Mitarbeiter in elf Derpart-Reisebüros in Wolfsburg und der Region verantwortlich. Nachdem Business Travel noch zu Jahresbeginn schwächelte, "brummt es jetzt wieder richtig", sagt Siems. Es würden Reisen und Events aller Größe nachgefragt. Allerdings sei es ein Problem, die Anfragen umzusetzen.

Siems Thorsten Derpart WOB Vertriebsbezirksleiter Foto Derpart

Thorsten Siems leitet die Derpart-Büros in der Region Wolfsburg

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Das Geschäft teilte sich in den Derpart-Büros in und um Wolfsburg vor Corona konstant in je 50 Prozent Touristik und Business Travel. Das habe sich gewandelt zugunsten der Touristik. Dennoch bemerkt Siems ganz klar die Initialzündung bei den Unternehmen. "Auch Tagungen finden wieder statt, der persönliche Austausch ist gefragt", sagt der Vertriebsbezirksleiter im Gespräch mit Counter vor9. Der Fokus liege bei seinen Kunden auf Reisen innerhalb Europas.

Da jetzt nahezu alle Kunden gleichzeitig wieder loslegen wollten mit Meetings und Treffen jeder Größenordnung, stehen er und die Derpart-Berater vor Problemen bei der Umsetzung. Manche Locations hätten die Pandemie nicht überstanden, andere hätten kein Personal mehr. Der Fachkräftemangel habe gerade bei Gastronomie, Hotels und Eventbranche zugeschlagen. Neben dem Stammpersonal fehlen die Jungen, die dort job-mäßig auf Zwischenstation waren: "Die ganzen Studenten sind weg, die machen was anderes", so seine Erfahrung mit Dienstleistern. Dadurch gestalte sich die Planung der Aufträge schwieriger als früher.

Airlines und Veranstalter nicht erreichbar
Was ihm außerdem zu schaffen mache, sei die Performance der Veranstalter. Da könne man auch niemand hervorheben im positiven oder negativen Sinne, so Siems. "In der Coronazeit war einfach keiner erreichbar, weder Airlines noch Veranstalter – das war eine harte Zeit und das vergesse ich denen auch nicht", sagt er. Natürlich wisse er um die Problematik – alle Vorgänge müssten mehrmals angefasst werden, was aber auch und vor allem die Reisebüros getroffen habe. Und die verunsicherten, enttäuschten oder teils wütenden Kunden standen im Zweifelsfall am Counter.

Für die Zukunft sieht Siems im Reisevertrieb eine bessere Verzahnung von On- und Offline-Kanälen als Pflicht und umweltfreundliche Produkte als wichtiges Verkaufsargument. "Nachhaltigkeit wird eine viel größere Rolle spielen, nur wer das künftig abbildet, kann hochwertige Reisen verkaufen", sagt Siems. Und zu guter Letzt drückt auch ihn der Schuh beim Personal. Wobei die Wolfsburger Derpart-Büros nun auch wieder ausbilden werden, das habe während der Pandemie brach gelegen. "Da fehlen im gesamten Marktumfeld zwei bis drei Jahrgänge", sagt er und das müsse man angehen.

Sabine Schreiber-Berger

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