18. November 2020 | 18:04 Uhr
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Amondo und Mein Urlaubsglück schmieden Allianz

Die Zusammenarbeit der beiden mobilen Vertriebssysteme umfasse in einem ersten Schritt die Bereiche Social Media und B2B-Marketing, heißt es in einer Mitteilung. Die Verkäufer sollen zwischen beiden Systemen wechseln können. Rechtlich und technisch blieben die Unternehmen vollständig getrennt.

"Durch unsere Zusammenarbeit wollen wir allen Expedienten, die durch die Coronavirus-Pandemie eine neue Zukunft suchen, mit größtmöglicher Vielfalt zur Seite stehen", sagt Thomas Wiedau, für die strategische Entwicklung zuständiger Geschäftsführer von Mein Urlaubsglück. Denn während sich Mein Urlaubsglück an Reiseberater mit Ausbildung und Berufserfahrung im Reisebüro richte, habe sich Amondo vor allem erfolgreich als Plattform für touristische Quereinsteiger etabliert, zum Beispiel aus der Hotellerie. Es sei "wichtig, auch als Wettbewerber in dieser Krise zusammenzustehen und Lösungen für alle zu entwickeln", so Wiedau weiter.

Verteilte Rollen

"Andere Anbieter für mobile Reiseberatung haben immer schon Bewerberinnen und Bewerber an Amondo empfohlen, die als Quereinsteiger Reisen verkaufen möchten oder die für ihre Buchungen grundsätzlich auf ein Servicecenter zurückgreifen wollen. Umgekehrt haben sich immer mal wieder einige unserer aktuell mehr als 1.000 Reisevermittlerinnen und Reisevermittler so stark entwickelt, dass Amondo nicht mehr das richtige Zuhause für sie war", sagt Achim Steinebach, Geschäftsführer von Amondo. Die Kooperation mit Mein Urlaubsglück bewirke, "dass Amondo diesen Kollegen eine zuverlässige Heimat empfehlen kann – und umgekehrt". Im Zentrum der Kooperation sollen Marketingaktionen und eine gemeinsame Außenwerbung stehen.

Goldgräberstimmung

Im Bereich der mobilen Vertriebssysteme herrscht ein intensiver Wettbewerb, in dem sich Akteure wie Amondo, TLT Urlaubsreisen und Solamento nichts schenken. Die von der Rita AG gegründete Marke Mein Urlaubsglück ist in diesem Segment ein Newcomer. Angesichts der aktuellen Krise in der Touristik herrscht in dem Markt Goldgräberstimmung, weil die Verantwortlichen damit rechnen, dass viele Reiseverkäufer, für die sich der Betrieb eines Ladenlokals nicht mehr rechnet, ihr Geschäft künftig von Zu Hause aus betreiben wollen. 

Christian Schmicke

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