2. Juli 2021 | 00:00 Uhr
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Ranchurlaub mit Cowboy-Feeling

The Great American West ist das Cowboy-Land schlechthin. Das Leben und die Seele der Menschen lernen Besucher am besten auf einer Ranch kennen. Doch es gibt große Unterschiede und nicht jede Ranch eignet sich für jeden Kunden. Ein kleiner Wegweiser für die Beratung.

USA Montana Cowboy im Sattel Rocky Mountain Front Foto Montana Office of Tourism

Im Great American West gibt es viele Ranches, die sich auf Gäste freuen, die mit in den Sattel steigen

Kaum eine andere Region in den USA hat so viele Ranches für Besucher zu bieten wie The Great American West. Manche liegen weitab jeglicher Zivilisation in den Rockies und sollten daher nur für eine längere Zeit gebucht werden. Andere sind leicht als kurze Abstecher mit einer oder zwei Übernachtungen in die beliebten Routen durch Idaho, Montana, Wyoming, North Dakota und South Dakota einzubauen. Für eine Übernachtung auf einer Ranch müssen Besucher je nach Komfort ab 150 Euro pro Nacht einplanen.

Guest Ranches für Greenhorns im Sattel

Wer wenig oder gar keine Reiterfahrung hat und nur ein bisschen Cowboy-Luft schnuppern will, der ist auf einer Guest Ranch richtig. Sie sind auf Anfänger eingestellt, es gibt oft Reitausflüge in der Gruppe und die Pferde sind es gewohnt, Greenhorns auf ihrem Rücken durch die Prärie oder hügelige Landschaft zu tragen. Je nach Erfahrung kann man Ausritte von zwei bis sechs Stunden unternehmen. Bei manchen Ranches sind Reitprogramme und andere Outdoor-Aktivitäten inklusive. Die Ausstattung der Unterkünfte ist sehr unterschiedlich, von rustikal bis luxuriös, was sich auch im Preis niederschlägt.

Ein typisches Beispiel für eine hochwertige Guest Ranch ist die Red Horse Mountain Ranch im Norden von Idaho. Umgeben von einer fantastischen Naturkulisse, kommt hier keine Langeweile auf. Neben Reitausflügen bietet die Ranch einen Hochseilgarten mit Kletterwand, Zipline, Bogenschießen, Mountainbiken, Wandern, Bootstouren, Angeln, Tontaubenschießen, Geocachen und anderes mehr. In den Sommermonaten gibt ein spezielles Kinderprogramm an. Wer es ruhiger mag, bucht Adult Only Weeks im Herbst.

Mit anpacken auf einer Working Ranch

Gäste auf einer Working Ranch werden schnell als Team-Mitglied angesehen und in den Tagesauflauf eingebunden. Deshalb ist ihre Zahl meist begrenzt und häufig gibt es einen Mindestaufenthalt. Es werden Herden kontrolliert, Zäune repariert, ausgebüchste Rinder eingefangen – was auch immer der Tag bringt. Sonnenuntergang am Lagerfeuer gehört natürlich auch dazu. Die Atmosphäre auf einer Working Ranch ist locker und familiär. Für Reitanfänger und auch für Kinder unter 16 Jahren sind echte Working Ranches eher ungeeignet.

Die Diamond 7 Bar Ranch in Wyoming ist ein gutes Beispiel für eine Working Ranch. Hier werden Rinder gezüchtet und die Gäste packen bei der Kontrolle der Herde mit an. Abends klingt der Tag bei einem Bier am Lagerfeuer oder in Hot Tub entspannt aus. Die Ranch existiert seit fast 140 Jahren und zieht sich in den Black Hills über 5.000 Hektar. Der bekannte Devils Tower liegt rund 30 Kilometer von der Ranch entfernt.

Mehrtägige Touren im Sattel

Eine besondere Art, die Region kennenzulernen, sind sogenannte Pack Trips. Darunter versteht man Rundreisen mit dem Pferd, wobei das Gepäck von Packtieren transportiert wird. Übernachtet wird in Zelten. Manchmal auch in einem Basislager, von wo aus dann Tagesausflüge unternommen werden. Da die Pferde in der Regel gut ausgebildet sind, können sich auch Reitanfänger auf solche Pack Trips wagen. Wer wenigstens ein bisschen Erfahrung mitbringt, hat allerdings mehr davon.

Mehr über den Westen der USA erfahren Sie mit unserer Themenwoche The Great American West auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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