3. Juli 2021 | 00:00 Uhr
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On the Road again im amerikanischen Westen

Wer den Great American West entdecken will, braucht einen fahrbaren Untersatz, einen Mietwagen oder ein Wohnmobil. Doch die fünf Bundesstaaten Idaho, Montana, Wyoming, North Dakota und South Dakota sind so groß und haben so viel zu bieten, dass man sich überlegen muss, was man in einen Roadtrip alles hineinpackt. Dazu Tipps und Routenvorschläge.

USA Wyoming Grand Teton Nationalpark Foto iStock Robert Cicchetti

Die Straßen im Great American West wie hier im Grand Teton Nationalpark sind breit und gut in Schuss

Die wichtigste Frage zuerst: Mietwagen oder Wohnmobil? Beide haben ihren Reiz. Bei Mietwagen ist die Auswahl an Fahrzeugen deutlich größer – Kombi, Geländewagen, Cabrio, Kleinwagen. Es gibt zudem mehr Stationen, wo die Autos übernommen werden können. Mietwagen sind außerdem günstiger und brauchen weniger Sprit. Mit ihnen sind Urlauber flexibel und kommen überall hin.

Dafür haben Wohnmobil-Fahrer Küche, Wohn- und Schlafzimmer immer dabei. Sie müssen nicht ständig Koffer ein- und auspacken und können an Orten übernachten, wo es keine festen Unterkünfte gibt. Wohnmobile sind einfach zu fahren und auch die Größe muss niemandem Angst machen. Straßen und Parkplätze in den USA sind deutlich breiter als bei uns. Wer sich für ein Wohnmobil entscheidet, sollte daher ruhig eine Nummer größer wählen, raten USA-Experten. Gerade auf längeren Touren mit mehr Personen gibt diese mehr Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten.

Wo soll's losgehen?

Die nächste wichtige Frage ist das Gateway: Wo soll der Roadtrip starten. Für den Great American West bieten sich vor allem Denver und Minneapolis an. Dorthin gibt es direkte Flüge aus Europa. Denver ist als Übernahmestation unter deutschen Urlaubern am beliebtesten. Von dort bis nach Cheyenne in Wyoming sind es nur rund 150 Kilometer. Ratsam ist es auf jeden Fall, nach dem Flug erst einmal eine Nacht zu schlafen, bevor man Mietwagen oder Wohnmobil übernimmt.

Die dritte Frage ist die nach der Dauer. Ob zwei, drei oder vier Wochen – davon hängt die Routenplanung maßgeblich ab. Mehr als 300 Kilometer pro Tag sollten es nicht sein. Sonst bleibt kaum Zeit für Stopps, Spaziergänge, Besichtigungen, andere Aktivitäten oder Begegnungen. Schließlich stellt sich noch die Frage nach den Interessen: Sollen die Nationalparks den Schwerpunkt bilden, Cowboys und Ureinwohner oder einzelne Bundesstaaten?

Routenvorschläge zum Download

Für alle Interessen hält die deutsche Website des Great American West passende und ausführliche Routenvorschläge durch jeweils alle fünf Staaten bereit, die als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden können. Sie geben einen sehr detaillierten Überblick zu einem Reisethema, können aber natürlich auch aufgeteilt oder gekürzt werden. Hier einige Beispiele:

Ikonische Highlights der Region: Auf diesem dreiwöchigen Roadtrip werden die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in allen fünf Bundesstaaten besucht. Die Craters of the Moon genauso wie Yellowstone und Mount Rushmore. Start in Kalispell nahe dem Glacier Nationalpark, Ende in Minneapolis. 20 Tage, 6.650 Kilometer.

Die Kultur der Ureinwohner: Drei Wochen von Denver nach Seattle folgt dieser Roadtrip den Spuren der verschiedenen Stämme der Region, besucht Reservate und Gedenkstätten der Ureinwohner. 20 Tage 8.700 Kilometer.

Outdoor Abenteuer: Alle Highlights für Naturfreunde mit Great Falls, Going-to-the-Sun-Road, Black Hills und Badland. Start und Ende in Minneapolis. 20 Tage, 7.250 Kilometer.

Fertig ausgearbeitete Roadtrips zum Buchen gibt es bei den USA-Reiseveranstaltern. Deren Reisen sind meist kürzer und konzentrieren sich auf zwei oder drei Bundesstaaten.

Mehr über den Westen der USA erfahren Sie mit unserer Themenwoche The Great American West auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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