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10. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Vier Länder lassen HAL-Liner „Westerdam“ nicht anlegen

Japan, Taiwan, die Philippinen und Guam haben der „Westerdam“ von Holland America Line verboten, Häfen ihrer Länder anzulaufen. Offensichtlich aus Furcht vor dem Coronavirus. Dabei versichert die Reederei, dass an Bord kein Fall bekannt ist.

Holland America Line Kreuzfahrtschiff Westerdam Foto Holland America Line.jpg

Die "Westerdam" von Holland America Line wird wegen der Angst vor dem Coronavirus abgewiesen

Das Kreuzfahrtschiff war mit 1.455 Passagieren und 802 Crewmitgliedern von Hongkong zu einem 14-tägigen Törn nach Taiwan und Japan ausgelaufen. Rund 800 Passagiere waren in Hongkong eingeschifft worden. Neben Taiwan standen Ishigaki Island, Naha, Okinawa, Nagasaki und Fukuoka auf dem Plan, bevor die Reise in Yokohama zu Ende gehen sollte. Daraus wird nun nicht.

Doch Ersatzhäfen zu finden, gestaltet sich für Holland America Line schwierig. Denn nach Japan und Taiwan hätten auch die Philippinen und Guam der Westerdam das Einlaufen in einen Hafen verboten, berichtet die Daily Mail. Dabei habe das US-Verteidigungsministerium den Gouverneur zuvor von Guam noch gebeten, das Schiff einlaufen zu lassen, so The Guam Post. Guam begründet die Ablehnung mit der Gefahr, dass Passagiere mit dem Coronavirus infiziert sein könnten.

Wie es jetzt weitergeht, ist unklar. Die Reederei betont, dass an Bord kein Fall mit dem Coronavirus bekannt sei. Man arbeite nun mit Hochdruck an einer Lösung für die Gäste an Bord. Die nächste Kreuzfahrt, die eigentlich am 15. Februar in Yokohama beginnen sollte, wurde abgesagt.

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