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16. Januar 2020 | 07:00 Uhr
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Zu langes Frühstücken kann teuer werden

Während einer viertägigen Gesundheitskonferenz in der vergangenen Woche verlangte das Fairmont Hotel in San Francisco von Gästen, die länger als 90 Minuten bei Frühstück saßen, umgerechnet 27 Euro extra – zusätzlich zu den mindestens 45 Euro Mindestverzehr plus Steuern und Gebühren, die es aufruft.

Fairmont San Francisco

Im Fairmont San Francisco wird beim Frühstück bisweilen die Zeit gestoppt

Eines vorweg: Das Frühstücken im Fairmont Hotel in der kalifornischen Metropole ist ohnehin keine preiswerte Sache. Pro Person kostet es mindestens 45 Euro plus 18 Prozent Servicegebühr und 8,5 Prozent Steuern. Vergangene Woche durften Gäste des noblen Hauses dafür ganze eineinhalb Stunden lang frühstücken. Für jede weitere Stunde kassierte das Hotel 27 Euro extra. Das berichtet die Zeitung "San Francisco Chronicle".

Der Grund für die saftigen Preise ist eine viertägige Gesundheitskonferenz die J.P. Morgan Healthcare Conference. Der Manager des Hotels, Paul Tormey, versicherte, die neue Regel werde nur für die Dauer der Konferenz eingeführt. Damit wolle er verhindern, dass Konferenzgäste das Restaurant zum Meeting Room umfunktionierten, worunter die Mitarbeiter und andere Gäste zu leiden hätten.

Auch San Franciscos Tourismuswerber Joe D’Alessandro zeigte sich von der Aktion unbeeindruckt. Airlines regulierten ihre Preise schon lange nachfragebezogen. Das täten nun auch Hotelrestaurants.

Laut dem "San Francisco Chronicle" ist der Mindestverzehr von 45 Euro übrigens keineswegs schwer zu erreichen. So kosten Buttermilch-Pfannkuchen knapp 20 Euro, Steak und Eier 25 Euro und ein Glas frisch gepresster Orangensaft neun Euro.

 

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