26. Februar 2026 | 13:58 Uhr
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Urlaubsbuchungen schwächeln im Januar

Der buchungsstärkste Monat des Jahres blieb hinter dem Vorjahr zurück. Im Januar sanken die Umsätze für Sommerreisen nach Angaben der Marktforscher von Travel Data + Analytics (TDA) um fünf Prozent, für Winterreisen um acht Prozent. Trotz der Dämpfer liegen der Winter noch mit vier und der Sommer mit sieben Prozent im Plus.

Urlaub

Der Januar hat viele Player in der Touristik als Buchungsmonat enttäuscht

Der Januar gilt traditionell als stärkster Buchungsmonat im Urlaubsreisegeschäft. In diesem Jahr fällt das Volumen indes schwächer aus. Insgesamt gaben die Bundesbürger im Januar rund 3,2 Milliarden Euro für stationär oder online gebuchte Reisen aus. Knapp ein Viertel davon entfiel noch auf die Wintersaison 2025/26, gut zwei Drittel auf den kommenden Sommer.

TDA führt die Rückgänge nicht auf eine sinkende Reiselust zurück. "Der traditionelle Januar-Peak im Urlaubsreisegeschäft verliert zunehmend an Bedeutung", sagt Alexandra Weigand, Director Sales & Consulting. Vorgezogene Frühbucher hätten bereits zuvor für hohe Wachstumsraten gesorgt. Die saisonalen Zuwächse pendelten sich daher auf ein einstelliges Niveau ein.

Wintersaison bleibt im Plus

Trotz des schwächeren Monats bleibt die Wintersaison positiv. Das kumulierte Umsatzplus liegt bei vier Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Drei Buchungsmonate vor Saisonende seien 90 Prozent der Vorjahresumsätze erreicht, nach 79 Prozent im Dezember, so TDA.

Die Zahl der gebuchten Winterurlauber liegt zum Stichtag Ende Januar um zwei Prozent über der des Vorjahres. Die insgesamt im Januar eingegangenen Buchungen summieren sich auf ein Minus von vier Prozent. Weigand verweist darauf, dass viele Kunden bereits Reisen für die Wintersaison 2026/27 oder noch spätere Zeiträume buchten.

Sommer büßt Dynamik ein

Im Sommergeschäft macht sich der Rückgang deutlicher bemerkbar. Wegen des hohen Umsatzanteils verliert die Saison binnen eines Monats rund die Hälfte ihres bisherigen Wachstums. Die kumulierte Bilanz sinkt um sieben Prozentpunkte auf aktuell plus sieben Prozent. Mehr als die Hälfte der erwartbaren Sommerumsätze fehle allerdings noch, so TDA. Der „Füllstand“ liege bei 43 Prozent, nach 30 Prozent im Vormonat. Der weitere Verlauf bleibe offen.

Wachstumstreiber sind Ziele auf der östlichen Mittelstrecke. Die Türkei verzeichnet ein Umsatzplus von zwölf Prozent und ist bei organisierten Veranstalterreisen nach Umsatz und Gästezahl das beliebteste Sommerziel, gefolgt von Spanien und Griechenland. Ägypten legt um 18 Prozent zu, Tunesien um 19 Prozent – jeweils auf niedrigerem Umsatzniveau. Auch Kreuzfahrten entwickeln sich überdurchschnittlich. Sie kommen zum aktuellen Buchungsstand auf ein Umsatzplus von zehn Prozent.

Christian Schmicke

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