28. Juli 2020 | 18:29 Uhr
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Solamento-Chef kritisiert Lernunfähigkeit der Touristik

Die Branche fahre derzeit schnellstmöglich alte Systeme hoch, ohne ein Fazit aus dem bisherigen Desaster zu ziehen, sagt Solamento-Chef Sascha Nitsche (Foto). Dabei sei es dringend geboten, Zahlungsziele gegenüber Leistungsträgern neu zu regeln und Kunden stärker in die Pflicht zu nehmen.

Nitsche Sascha

Sascha Nitsche fordert einen "richtigen Ruck"

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Endverbraucher müssten sich künftig an "möglichen Kosten in Form einer nicht erstattbaren Gebühr beteiligen", fordert Nitsche. Nur so könnten Reiseveranstalter in Krisenzeiten entstandene Midoffice- und Technikkosten bezahlen. Wenn die Branche jetzt nicht "eine neue Ausrichtung" definiere, sei das "eine verpasste Chance", kritisiert Nitsche. "Wir brauchen in der Touristik einen richtigen Ruck, damit wir Kunden wieder zum Buchen animieren und eine Pleitewelle von Branchenteilnehmern verhindern können. Hierfür müssen jedoch dringend Prozesse und Systeme angepasst werden.“

Mit seinem mobilen Vertriebssystem Solamento hat Nitsche nach eigenem Bekunden in den vergangenen acht Wochen über 40 neue Reiseberater unter Vertrag genommen. Damit sei ein "theoretisches Umsatzpotenzial von rund 15 Millionen Euro dazu gewonnen worden", sagt er. Wann sich dies jedoch auszahle, bleibe unter den aktuellen Bedingungen offen. Der Solamento-Chef rechnet nach eigenem Bekunden für 2021 mit einem Buchungsanteil in Höhe von 60 Prozent des normalen Volumens.

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