Reisebüro-Auftragseingang sinkt im Januar um 13 Prozent
Die Reisebüros in Deutschland sind mit einem Umsatzminus ins Jahr gestartet. Laut Tats Reisebürospiegel lag der fakturierte Gesamtumsatz im Januar 3,6 Prozent unter Vorjahr, der Auftragseingang sogar 13 Prozent darunter.
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Im Januar liefen die Geschäfte der Reisebüros schlechter als im Vorjahresmonat
Der Januar brachte den Reisebüros einen verhaltenen Jahresauftakt. Der touristische Umsatz inklusive Kreuzfahrten lag 1,3 Prozent unter dem im Januar 2025. Im Detail zeigen sich deutliche Unterschiede: Kreuzfahrten erzielten ein Plus von 4,1 Prozent, der Flugbereich hingegen verzeichnete ein Minus von 4,5 Prozent. Die Zahl der verkauften Tickets sank um 2,9 Prozent, sonstige Umsätze um 3,8 Prozent.
Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Auftragseingang aus. Die touristischen Buchungen lagen im Januar 13 Prozent unter dem Vorjahr. Auch der Teilbereich Kreuzfahrten rutschte mit 13,5 Prozent ins Minus.
Frühbucher dämpfen den Januar
Normalerweise zählt der Januar zu den stärksten Buchungsmonaten. In diesem Jahr zeigt sich Zurückhaltung. Die Reiselust gilt jedoch als ungebrochen.
Ein Grund für den Rückgang dürfte im starken Frühbuchergeschäft der vergangenen Monate liegen. Viele Kunden sicherten sich ihren Sommerurlaub 2026 bereits 2025. Veranstalter lockten mit Rabatten von bis zu 40 Prozent, teils sogar bis zu 50 Prozent – abhängig von Zielgebiet und Buchungszeitpunkt.
Bestand bleibt stabil
Das habe zu einer Vorverlagerung von Umsätzen geführt, so die Analyse. Trotz des schwachen Januars bleibt das Touristikjahr 2026 bislang insgesamt stabil. Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Januar 2026 liegt um 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Kreuzfahrtbereich sticht dabei hervor. Hier beträgt das Plus im Bestand 10,6 Prozent gegenüber 2025.
Christian Schmicke
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