Neubuchungen trotz mehr Last-Minute-Geschäft unter Vorjahr
Der Buchungsmonat Mai endet mit sieben Prozent Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr, wie die Zahlen von Travel Data + Analytics (TDA) belegen. "Trotz sichtlich anziehender kurzfristiger Urlaubsbuchungen bleibt das Aufkommen im deutschen Markt der Veranstalterreisen insgesamt enttäuschend", analysiert TDA.
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Verkauf von Last-Minute-Reisen zieht an
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Im Vorjahresvergleich endet der Mai 2026 mit einem siebenprozentigen Minus bei den Buchungsumsätzen. Dadurch verharre die kumulierte Sommerbilanz bei einem Prozent Plus, heißt es von Travel Data + Analytics (TDA). Das einprozentige Plus komme aus dem Onlinevertrieb der Veranstalter und klassischen OTAs – in Reisebüros sei die aktuelle Sommerbilanz bereits auf ein Minus von sechs Prozent gefallen. Sie sind von den sinkenden Fernreisebuchungen (-16%) besonders stark betroffen.
Deutlich stärker noch fallen die Buchungsrückgänge für die kommende Wintersaison 2026/27 aus (-19%), die damit auch kumuliert bereits ins Minus dreht (-7%). Die fehlenden Fernreisen belasten laut TDA beide Saisonbilanzen schwer.
Deutsche buchen und verreisen auf Sicht
Kurzfristig gebuchte Urlaubsreisen ziehen im abgelaufenen Buchungsmonat Mai 2026 sichtlich an, heißt es von Travel Data + Analytics weiter. Sie stehen für 29 Prozent des Monatsumsatzes – das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. Besonders wachstumsstark ist dabei das Last Minute-Geschäft mit Buchung und Abreise im Mai ausgefallen. Die Sommerferien im Juli und August liegen dagegen in Umsatz sieben Prozent unter Vorjahr, für die Herbstferien im Oktober ist sogar ein Viertel weniger an Umsatz gebucht worden. Der deutsche Urlauber verhält sich tendenziell abwartend und bucht seine Reisen derzeit offenbar bevorzugt auf Sicht.
Wintersaison 2026/27 startet mit negativen Vorzeichen
Die Vorausbuchungen für die kommende Wintersaison 2026/27, die mit dem Reisemonat November beginnt, fallen laut TDA ebenfalls enttäuschend aus. Nach einem anfänglich stabilen Frühbucheraufkommen weise der neue Winter nach den deutlichen Mai-Verlusten (-19%) kumuliert zum aktuellen Buchungsstand bereits ein Umsatzminus in Höhe von sieben Prozent im Vorjahresvergleich auf.
Auch bei den anstehenden Winterurlauben belasten die fehlenden Fernreisebuchungen (-13%) die Bilanz besonders stark, doch auch Urlaubsreiseziele auf der östlichen Mittelstrecke (-8%) und die Kreuzfahrten (-7%) können mit ihren Vorjahresniveaus nicht Schritt halten. Als einigermaßen stabil erweist sich die Mittelstrecke West (-2%) und erdgebundene Urlaubsreisen (+31% Umsatz) sind für den kommenden Winter derzeit gut nachgefragt.