Derpart präsentiert Inhabern Management-Modell für Nachfolge
Mit dem Modell bleiben Inhaber weiter Eigentümer und Gesellschafter, können sich aber schrittweise aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Derpart übernimmt zum Beispiel den Vertrieb und die Teamführung. Geschäftsführer Andreas Weber (Foto) spricht von einer "Win-Win-Situation".
Derpart
Geschäftsführer Andreas Weber liefert Derpart-Büros eine Lösung für das Nachfolgeproblem
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Zu den Aufgaben, die das Team der Derpart-Filialkette den Inhabern künftig abnimmt, zählen Vertrieb, Teamführung, Steuerung nach Kennzahlen sowie die Umsetzung von Qualitäts- und Systemstandards. Ziel sei es, Standorte im Netzwerk zu sichern und organisatorisch sowie wirtschaftlich weiterzuentwickeln.
Integration in zentrale Strukturen
Die Management-Büros werden in die zentralen Strukturen des Netzwerks eingebunden. Unterstützung kommt unter anderem aus dem Marketing, dem Leadmanagement, aus Kundenbindungsmaßnahmen sowie über die technische Infrastruktur.
Der Übergang erfolge in einem strukturierten Prozess. Gemeinsam mit der Zentrale erarbeiten die Beteiligten laut Unternehmen eine individuelle Roadmap. Sie regele den schrittweisen Rückzug der bisherigen Inhaber, den Aufbau einer stabilen Büroleitung und die Einbindung in zentrale Steuerungsprozesse.
Kosten für den Derpart-Service unterschiedlich
"Die Kosten werden individuell nach Aufwand mit dem Reisebüroinhaber ermittelt. Beim Schritt-für-Schritt-Rückzug geht es mehrheitlich um eine mittelfristige Vorbereitung der Übergabe. Das Team muss dazu abgeholt, Systemumstellungen geplant und neue Führungsstrukturen aufgebaut werden. Wir rechnen mit einer Vorbereitungszeit von mindestens neun Monaten", sagt Andreas Weber auf Anfrage von Counter vor9.
"Wichtig ist auch, dass uns der Inhaber dann im Tagesgeschäft die operative Führung überlässt und sich zurückzieht. Dies klappt natürlich nur, wenn wir vorher Vertrauen aufgebaut und im Onboarding beweisen konnten, dass wir unser Handwerk verstehen", heißt es vom Geschäftsführer weiter.
Auch für Neuzugänge geeignet
Derpart-Geschäftsführer Andreas Weber spricht von einer "Win-Win-Situation". Die Partner könnten ihr Unternehmen sichern und sich zugleich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen – "ohne Verkauf und ohne Kontrollverlust".
Zugleich richte sich das Modell auch an Unternehmer, die neu zu Derpart stoßen möchten. Man entwickle frühzeitig eine klare Perspektive und könne eine spätere Übergabe in das Management-Modell strategisch mitdenken, so Weber: "So bleibt das Lebenswerk erhalten und wird professionell weitergeführt".
Unternehmerische Freiheit bleibt
Auch Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Heimann bewertet den Ansatz als konsequente Antwort auf die Nachfolgefrage im Mittelstand. Das Modell verbinde unternehmerische Freiheit mit professionellen Strukturen und sorge dafür, dass erfolgreiche Reisebüros langfristig im Markt und im System verankert bleiben. Weitere Informationen kündigt Derpart ab Anfang März auf einer eigenen Website an. Zudem will die Kette das Konzept auf der ITB Berlin am DRV-Gemeinschaftsstand in Halle 25 vorstellen.
Sabine Schreiber-Berger
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