1. November 2021 | 18:27 Uhr
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Buchungsaufkommen im September höher als 2019

Die Urlaubsnachfrage im deutschen Markt erholt sich weiter. Laut den Buchungsdaten von Travel Data + Analytics lag der Umsatz für pauschal oder in Bausteinen organisierte Veranstalterreisen sieben Prozent über dem Vor-Corona-Niveau im Vergleichsmonat. Der Sommer insgesamt brachte aber nicht einmal die Hälfte des Geschäfts von 2019.

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Das Chart kumuliert die bis Ende September 2021 generierten Reiseumsätze für die Sommersaison 2021 und die kommende Wintersaison 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr und zum Vorvorjahr. Für die Wintersaison vergleicht Travel Data + Analytics den Buchungsstand unbereinigt um die Reisen, die coronabedingt im März und April 2020 ausgefallen sind

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Ein sehr hoher Anteil der Buchungen entfiel auf kurzfristige Abreisen noch im September und Oktober. Damit verbesserte sich die Bilanz der Sommersaison 2021 weiter auf jetzt minus 56 Prozent gegenüber dem Sommer 2019 beziehungsweise ein Plus von 162 Prozent zum Vorjahressommer 2020. Auch die Urlaubsbuchungen für die anstehende Wintersaison ziehen laut Travel Data + Analytics (TDA) an.

Die Wintersaison, die mit dem Reisemonat November begann, wies aufgrund des anhaltend kurzfristigen Buchungsverhaltens noch einen Rückstand von 50 Prozent im Vergleich zur Wintersaison 2019/20 auf. Da auch die vorletzte Wintersaison zu ihrem Ende hin im März und April 2020 bereits von corona-bedingten Reiseausfällen gekennzeichnet war, vergleicht TDA die Buchungsstände unbereinigt, um die Nachfragesituation realitätskonform widerzuspiegeln.

Im September sind die Reisebuchungen für Winterurlaub sichtlich angestiegen. Sie erreichen in Umsatz immerhin schon knapp 83 Prozent des Umsatzvolumens, das im September 2019 für Veranstalterreisen eingebucht werden konnte, und nähern sich damit dem Vor-Corona-Niveau langsam an.

Das aufgelaufene Minus wird damit in den kommenden Wochen voraussichtlich weiter abschmelzen – zumal immer mehr beliebte Fernreiseziele auf die touristische Landkarte zurückkehren. Als die USA ihre Öffnung für Touristen ab November ankündigten, ist die Buchungskurve steil angestiegen. Ein ähnlicher Anstieg der Urlaubsbuchungen lässt sich auch für Thailand in den aktuellen Wochendaten beobachten.

Diese Entwicklung gibt zusammen mit der derzeit insgesamt erfreulichen Urlaubsnachfrage Anlass zu vorsichtigem Optimismus für die Wintersaison. Dessen ungeachtet, bleiben die Risiken für die Reisebranche aufgrund der anrollenden vierten Corona-Welle jedoch noch unberechenbar, mahnen die Marktforscher.

TDA Travel Intelligence basiert auf den Buchungsdaten von rund 1.750 Reisebüros, die den stationären Vertrieb in Deutschland repräsentativ abbilden. Zusätzlich werden die Buchungsdaten der klassischen Reiseportale und der Websiten der Reiseveranstalter erfasst.

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