16. April 2026 | 18:44 Uhr
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Touristische Flüge setzen Aufwärtstrend fort

An deutschen Flughäfen steht im Sommer bei Urlaubsflügen fast wieder so viel Kapazität bereit wie vor Corona. Der Luftfahrtverband BDL zählt für April bis September 115 Millionen Sitze auf der Kurz- und Mittelstrecke – 99 Prozent des Niveaus von 2019.

Flugzeug

Ferienflüge erreichen im kommenden Sommer nahezu das Vor-Corona-Niveau

Getrieben wird die Entwicklung vor allem von touristischen Zielen. Nach Südeuropa liegt das Angebot bei 110 Prozent des Vorkrisenniveaus, nach Nordafrika und in die Levante bei 134 Prozent. Trotz der robusten Feriennachfrage erholt sich der Luftverkehr in Deutschland laut BDL insgesamt weiter langsamer als im übrigen Europa. Für alle Flüge von, nach und in Deutschland prognostiziert der BDL für April bis September 146 Millionen Sitze. Das seien zwar zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber nur 93 Prozent des Niveaus von 2019, so der Lobbyverband.

In den übrigen europäischen Ländern wachse das Angebot dagegen weiter deutlich stärker, beklagt der BDL. Dort erreiche der Markt bereits 116 Prozent des Niveaus von 2019. Besonders stark legten die Punkt-zu-Punkt-Airlines zu, die außerhalb Deutschlands auf 143 Prozent des Vorkrisenangebots kämen und 45 Prozent Marktanteil erreichten.

In Deutschland kommen die Punkt-zu-Punkt-Airlines laut Verband auf 88 Prozent des Niveaus von 2019 und auf einen Marktanteil von 29 Prozent. Besonders deutlich zeige sich die Lücke im innerdeutschen Verkehr. Zwar wachse das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent, erreiche aber nur 55 Prozent des Niveaus von 2019.

Mehr Touristik, weniger Städteziele

Auch auf europäischen Kurz- und Mittelstrecken entwickelten sich Städteziele schwächer als touristische Destinationen. Mehrere Zielregionen lägen weiter klar unter dem Niveau von 2019. So erreiche Westeuropa 80 Prozent, die Verbindungen in die Schweiz und nach Österreich 73 Prozent. Auf der Langstrecke komme Deutschland insgesamt auf 95 Prozent des Vorkrisenniveaus, bei einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Entwicklung an den großen deutschen Flughäfen bleibt laut BDL gedämpft. Frankfurt erreicht im Sommer 94 Prozent des Niveaus von 2019, München 90 Prozent. Berlin-Brandenburg kommt auf 75 Prozent, Stuttgart auf 73 Prozent, Düsseldorf auf 83 Prozent und Hamburg auf 87 Prozent.

Anders sieht es nach Angaben des Luftfahrtverbandes an kleineren Standorten aus. Flughäfen wie Dortmund, Karlsruhe/Baden-Baden, Memmingen, Niederrhein-Weeze oder Nürnberg erreichten teils deutlich höhere Werte als 2019. In Memmingen liege das Sitzplatzangebot bei 238 Prozent des Vorkrisenniveaus, in Weeze bei 194 Prozent, in Karlsruhe/Baden-Baden bei 170 Prozent. Dort setzten vor allem Punkt-zu-Punkt-Airlines zusätzliche Kapazitäten ein, häufig für touristische Ziele.

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