26. Mai 2026 | 14:46 Uhr
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Kürzere Strecken prägen den deutschen Flugmarkt weiterhin

An deutschen Hauptverkehrsflughäfen entfiel 2025 fast jeder zweite Passagierflug auf kurze Distanzen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes begannen oder endeten 652.000 Flüge mit einer Entfernung von maximal 1.000 Kilometern in Deutschland. Insgesamt zählte die Statistik 1,5 Millionen Passagierflüge.

Flugzeug

Ein großer Teil der Flüge von und nach Deutschland findet auf Strecken unter 1.000 Kilometern Distanz statt

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Kurzstrecke bedeutet dabei nicht automatisch Inland. 82 Prozent dieser Flüge waren Auslandsverbindungen, stellt das Statistische Bundesamt fest. Sie führten also in nahe gelegene europäische Länder oder kamen von dort. Die übrigen 55 Prozent aller Passagierflüge lagen über 1.000 Kilometern. Auch diese längeren Verbindungen blieben überwiegend europäisch geprägt: 76 Prozent führten von oder ins europäische Ausland. Dahinter folgten Asien mit zehn Prozent, Amerika mit acht Prozent und Afrika mit sieben Prozent.

Frankfurt – Heathrow an der Spitze

Die häufigste Kurzstreckenverbindung war 2025 die zwischen Frankfurt am Main und London-Heathrow mit 11.000 Passagierflügen. Danach folgten mehrere innerdeutsche Strecken. Zwischen Frankfurt und Berlin-Brandenburg wurden knapp 11.000 Flüge gezählt. München – Frankfurt kam auf 10.700 Verbindungen, Frankfurt – Hamburg auf 10.300.

In den ersten drei Monaten 2026 ging die Zahl der Kurzstreckenflüge zurück. Destatis zählte 137.700 Passagierflüge unter 1.000 Kilometern; drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2024 lag die Zahl leicht niedriger. Damals wurden 138.900 Kurzstreckenflüge gezählt. Die Gesamtzahl der Passagierflüge sank im ersten Quartal 2026 ebenfalls, allerdings weniger stark. Mit 282.100 Flügen lag sie um ein Prozent unter dem Vorjahreswert von 284.400.

Diskussion um Treibstoff und Klima

Kurzstreckenflüge stehen aus Klimaschutzgründen regelmäßig in der Kritik. Hinzu kommt die Debatte um einen möglichen Kerosinmangel. Der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner bezeichnete innerdeutsche Flüge in diesem Zusammenhang als verzichtbar. Das gelte auch für Kurzstrecken ins europäische Ausland oder Privatjets. Für Airlines und Flughäfen bleibt das Segment gleichwohl wirtschaftlich relevant. Es bündelt Geschäftsreise-, Privatreise- und Umsteigeverkehr.

EU-Urlauber fliegen vor allem bei längeren Reisen

Auch im europäischen Reiseverhalten spielt das Flugzeug weiter eine große Rolle. Laut der Statistikbehörde Eurostat war es 2024 bei 48 Prozent aller Auslandsreisen von EU-Bürgern mit mindestens einer Übernachtung das wichtigste Verkehrsmittel.

Bei Kurzreisen ins Ausland mit einer bis zu drei Übernachtungen lag der Fluganteil bei 30 Prozent. Bei Auslandsurlauben ab vier Übernachtungen stieg er auf 55 Prozent. Beim Inlandsurlaub sieht das Bild anders aus. Nur zwei Prozent der EU-Bürger nutzten bei Reisen mit mindestens einer Übernachtung das Flugzeug als Hauptverkehrsmittel.

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