Iran-Krieg drückt auf die Stimmung der Verbraucher
Vor allem die Angst vor Inflation infolge des Iran-Kriegs belastet die Verbraucherstimmung. Der vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelte Konsumklima-Index für April sinkt deutlich. Die Anschaffungs- und Sparneigung bleiben aktuell noch unbeeinflusst, doch die Einkommenserwartungen trüben sich hingegen ein.
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Der Iran-Krieg schürt Inflationsängste und wirkt sich negativ auf die Verbraucherstimmung aus
"Die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht, und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird" sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. Er berichtet ergänzend von einer aktuellen NIM-Studie, nach der 60 Prozent der Deutschen davon ausgehen, dass die Preise für Öl, Gas und Benzin dauerhaft hoch bleiben. "Das drückt natürlich auf die Verbraucherstimmung", so Bürkl.
Verbraucher glauben, dass die Welt unsicherer wird
Die parallel zum Konsumklima durchgeführte Studie zeigt zudem, dass generell die Verunsicherung von Konsumenten durch den Irankrieg zunimmt: Über 90 Prozent der Befragten, die eine wesentliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt in den kommenden Jahren infolge des Krieges unsicherer werden wird.
Die gewachsene Unsicherheit wirkt sich auch negativ auf die Konjunkturerwartungen aus. Viele Verbraucher haben offenbar Sorge, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte, vor allem dann, wenn der Konflikt länger andauern sollte.