11. November 2019 | 07:00 Uhr
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Hurtigruten tauft "Roald Amundsen" in Antarktis

Das Hybrid-Expeditionsschiff von Hurtigruten schreibt damit Geschichte, denn es ist als erstes Schiff in der Antarktis getauft worden. Im Beisein von Crew und Passagieren erhielt die "Roald Amundsen" offiziell in der Chiriguano-Bucht ihren Namen, Taufpatin war Polarforscherin Karin Strand.

hurtigruten roald amundsen taufe Foto hurtigruten Andrea Klaussner

Statt Champagner zerschellte ein Stück Eis am Schiffsrumpf des Hurtigruten-Schiffs in der Chiriguano Bucht vor der Brabant-Insel in der Antarktis.

"Wir konnten uns keinen besseren Ort als die Antarktis vorstellen", sagte Hurtigruten-CEO Daniel Skjeldam zur Wahl der Tauf-Location. Für die Zeremonie ersetzte die Patin und Polarpionierin Karin Strand die traditionelle Flasche Champagner durch ein Stück Eis und belebte damit ein altes Ritual neu, das von Polarforscher Roald Amundsen erfunden wurde. Als Strand das Eis gegen den Bug des Schiffes schlug, wählte sie Amundsens Worte, mit denen er 1917 das Polarschiff Maud taufte: "Es ist nicht meine Absicht, den Champagner zu verschmähen, aber so bekommst du einen Eindruck deiner zukünftigen Heimat: Denn für das Eis bist du gebaut, im Eis wirst du den größten Teil deines Lebens bleiben, und im Eis wirst du deine Aufgaben erfüllen".

Hurtigruten hat den Expeditionsneubau speziell für die Erkundung von Zielen wie der Antarktis, Alaska, und der Nordwestpassage gebaut. Die "Roald Amundsen" wurde erst im Juli, nach mehrmaliger Verzögerung beim Bau, in Dienst gestellt. Sie ist 140 Meter lang, rund 24 Meter breit, bietet Platz für 530 Passagiere und ist das weltweit erste Expeditionsschiff mit Hybridantrieb. Ein Schwesterschiff ist bereits in Bau.

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