2. Oktober 2021 | 07:00 Uhr
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Mauritius ist viel mehr als Faulenzen am Strand

Welch ein Ausblick! Weit reicht die Sicht vom Le Morne Brabant hinunter auf die türkisfarbenen Korallenstrände im Südwesten von Mauritius. "Deutsche Gäste lieben unsere Natur- und Bergtouren besonders", sagt Nico Queland, Mitinhaber von Yanature, das Wanderungen auf der Insel, zum Black River Georges National Park und den sieben Wasserfällen organisiert.

Mauritius Domaine L'Etoile Ziplining Foto MTPA Koschel

Mauritius hält viele Adrenalin-Kicks bereit, etwa die dreieinhalb Kilometer lange Zip-Line Domaine de L'Etoile

Am beliebtesten aber ist die tägliche, nicht ganz einfache Klettertour hinauf zum Gipfelkreuz des Le Morne Brabant in rund 500 Meter Höhe. Einst sollen sich geflohene Sklaven hier versteckt und später aus Furcht vor erneuter Gefangenschaft in die Tiefe gestürzt haben. "Letztlich bewiesen ist das aber nicht", sagt Queland.

Anders als Inselketten wie die Malediven oder Seychellen hat Mauritius außer Stränden und Meer auch interessante Landschaften im Inneren zu bieten. Schönstes Wandergebiet ist der Black River Gorges, mit gut drei Prozent der Inselfläche, der größte der drei Nationalparks auf Mauritius. Auf knapp 70 Quadratkilometer gibt es noch 28 Vogel- und über 160 Pflanzenarten, die nur auf der Insel vorkommen, darunter Mauritiusfalken und -sittiche.

Wer Action sucht, kann Quadfahrten buchen, an Zip-Lines durch die Bergwelt sausen oder Fallschirmsprünge aus 3.000 Meter Höhe wagen. Entspannter wird es bei einer Fahrradtour entlang der Südküste oder bei Ausritten am Strand. Rund um Chamarel sind die Siebenfarbige Erde, der Wasserfall und die Riesenschildkröten beliebte Attraktionen. Auch Grand Bassin, die größte Hindu-Stätte auf Mauritius, sollte man nicht verpassen.

Zum Pflichtprogramm gehört der Botanische Garten von Pamplemousses. Auch empfehlenswert: Ausflüge zum Cap Malheureux, zur Ile aux Cerfs und in die Hauptstadt Port Louis, wo man die Blaue Mauritius besichtigen und Streetfood in der Altstadt genießen kann. Der kulinarische Mix der Vielvölker-Insel lässt sich auch jeden Sonntag auf dem Wochenmarkt in Centre de Flacq erleben. 

Golf hat auf Mauritius lange Tradition, schon vor über 100 Jahren führten die Briten den Sport auf der Insel ein. Der Mauritius Gymkhana Golf Club ist einer der ältesten weltweit. Spieler können auf einem Dutzend Plätzen einlochen, meist mit spektakulärem Blick auf den Indischen Ozean. Die Bekanntesten sind der Heritage Golf Club im Süden, der Ile aux Cerfs auf einer eigenen Insel und das Hotel Paradis Beachcomber Golf Resort.

Pascal Wüpper

Mehr über die Ferieninsel im Indischen Ozean erfahren Sie in unserer Themenwoche Mauritius auf Counter vor9.

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