3. Dezember 2021 | 07:00 Uhr
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In Kanada liegen viele Naturerlebnisse in Stadtnähe

Wer in Kanada großartige Natur erleben will, muss von den Städten aus nicht weit fahren. Wasserfälle, Nordlichter, Strände und Dinosaurier-Fossilien lassen sich leicht mit dem Auto innerhalb von maximal zwei Stunden erreichen. Ideal für Urlauber, die sich für die großen Städte Kanadas interessieren und auf Naturwunder nicht verzichten wollen. Ein Überblick.

Kanada Ontario Niagarafälle Leute im Boot Foto iStock Mike Kolesnikov.jpg

Die Niagarafälle liegen bei Toronto und lassen sich von dort aus in zwei Stunden mit dem Auto erreichen

Eines der bekanntesten Naturwunder Kanadas sind wohl die Niagarafälle in Ontario, wo gewaltige Wassermassen 50 Meter in die Tiefe stürzen. Sie lassen sich in zwei Stunden mit dem Auto von Toronto aus erreichen.

Die Montmorency-Fälle in Quebec sind mit 83 Metern deutlich höher, wenn auch nicht so breit wie die Niagarafälle. Sie liegen nur wenig Auto-Minuten von Quebec-City entfernt im Montmorency Falls Park. Für sportliche Besucher gibt es drei Klettersteige, die zu spektakulären Aussichtspunkten führen. Großartige Blicke auf die Montmorency Falls bietet auch die Gondel der Seilbahn, die vom Parkplatz auf das Plateau fährt. Einmal oben angekommen sollte man auch die Brücke über den Wasserfall erkunden.

Im Westen Kanadas ist Vancouver ein beliebtes Ziel für einen Städtetrip. Von dort aus lassen sich die Shannon Falls im Shannon Falls Provincial Park in einer knappen Stunden Autofahrt besuchen. Es ist der dritthöchste Wasserfall in British Columbia. Der Shannon Creek stürzt aus 335 Metern Höhe in mehreren Stufen in die Tiefe, der Hauptfall ist 198 Meter hoch.

Nordlichter schauen vom Hotelzimmer aus

Eine ganz andere Attraktion in der Natur sind Nordlichter, die Aurora Borealis. Sie sind in den Northwest Territories besonders gut zu beobachten, weshalb sie als „Aurora Capital of the World“ ausgezeichnet sind. Meist ist das Himmelsphänomen jenseits von Städten und ihrer Lichtverschmutzung am besten zu sehen. Eine Ausnahme ist die Hauptstadt Yellowknife, wo sich Polarlichter problemlos aus dem Hotelfenster beobachten lassen. Noch schöner ist das Naturwunder draußen in der Natur auf dem Hundeschlitten oder in einem traditionellen Tipi. Auch von Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon, und Dawson City aus lassen sich Nordlichter beobachten. Hier fährt man am besten ein paar Kilometer aus der Stadt heraus.

Sandstrände im Osten, im Westen und mittendrin

Man muss nicht nach Kalifornien oder Florida reisen, um fantastische Strände zu finden. Der 15 Kilometer lange Singing Sands von Prince Edward Island im Basin Head Provincial Park ist wohl einer der besten Strände Kanadas. Mit dem Auto sind sie 75 Minuten von Charlottetown entfernt. Das Wasser ist im Sommer um die 20 Grad Celsius warm und gilt als das wärmste nördlich von Florida. Der Name leitet sich übrigens vom Geräusch ab, das entsteht, wenn man über den Sand läuft, eine Art Quietschen, das entsteht, wenn sich Kieselerde und Quarz aneinander reiben.

Von Winnipeg in Manitoba aus fährt man eine Stunde am Lake Winnipeg entlang bis zum Grand Beach. Dort finden Urlauber zwölf Meter hohe Sanddünen und viele Plätze zum Baden im See. Noch näher an einem herrlichen Sandstrand ist man in Kanada nur in Vancouver. Innerhalb des Stadtgebiets liegen allein neun Badestrände. Nur zehn Minuten benötigen Urlauber in Toronto, um zu drei wunderbaren Sandstränden zu gelangen. Sie liegen auf Toronto Island, das an die Stadt mit einer Fähre angebunden ist. Der Blick auf die Skyline der Großstadt ist inklusive.

Größter Dinosaurierfriedhof bei Calgary

Nicht zu vergessen sind die gewaltigen Gletscher Kanadas im Banff National Park. Von Calgary aus sind Urlauber in 90 Minuten mitten in der atemberaubenden Berglandschaft der Rocky Mountains mit Gletschern, Wäldern, Flüssen und Tälern. Ebenfalls von Calgary aus lässt sich in zwei Stunden der Dinosaur Provincial Park erreichen, einer der größten Dinosaurierfriedhöfe der Welt. Zwischen den Felsen wurden Fossilien von 40 Dinosauriern und 400 weiteren Tierarten gefunden.

Urlauber machen bei einem Besuch der Stadt Moncton in New Brunswick einen Abstecher zu den Hopewell Rocks. In einer halben Stunde ist man dort und kann die gewaltige Tide von zwölf Metern beobachten. Mehr als eine Milliarde Tonnen Meerwasser strömen zweimal täglich in die Bay of Fundy, die zu Nova Scotia und New Brunswick gehört.     

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