23. Juni 2022 | 13:19 Uhr
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Zwischen charmanten Küstenorten und bunten Metropolen

Beschauliche Fischerdörfer und geschichtsträchtige und pulsierende Küstenstädte: Spaniens Nordwesten bietet Urlaubern beides. Bunte Vielfalt im Baskenland, Küstencharme in Asturien, Bergdörfer in Kantabrien, das Pilgermekka in Galicien, aber auch lebhafte Metropolen – es gibt zahlreiche sehenswerte Orte im grünen Spanien.

Spanien Kantabrien Santillana del Mar iStock Jose Miguel Sanchez

Santillana del Mar zählt zu den schönsten Dörfern Kantabriens

Im Baskenland lohnt ein Besuch in Getaria. Das kleine Fischerdorf liegt an der Küste in der Provinz Gipuzkoa und besteht bereits seit der Römerzeit. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört unter anderem das Cristobal Balenciaga Museum, das dem Modeschöpfer gewidmet ist, der Fischereihafen und die Stadtkirche Iglesia de San Salvador.

Den längsten Strand in der Region finden Urlauber in der kleinen Küstenstadt Zarautz, die auch als Surferparadies gilt. Auch ein Besuch im Fotomuseum des Orts lohnt sich. Im Baskenland gibt es aber natürlich auch große Städte, wie Bilbao. Die spanische Metropole begeistert Reisende mit der entspannten Atmosphäre und einem breiten kulturellen und kulinarischen Angebot.

Bei Santillana del Mar ist der Name ausnahmsweise mal nicht Programm – denn sie liegt nicht an der Küste. Ein Besuch in der kantabrischen Stadt verspricht statt einer Meeresbrise aber vor allem kulturelle Vielfalt. Das Nationalmuseum und Forschungszentrum von Altamira stehen nicht umsonst auf zahlreichen Reiseplänen. Es ist den Höhlen von Altamira gewidmet, die wegen ihrer steinzeitlichen Höhlenmalereien bekannt sind. Das historische Stadtzentrum lädt derweil mit vielen kleinen Läden zum Bummeln ein.

Paläste in der alten Hauptstadt Comillas

Die nicht weit entfernte Stadt Comillas war vor langer Zeit einmal die Hauptstadt Spaniens. Heute besichtigen Urlauber die vielen Paläste und früheren Häuser der spanischen Königsfamilie und Prominenz. Die Hauptstadt Kantabriens heißt Santander. Sie gilt als eine der authentischsten Städte im Norden Spaniens. Das liegt vor allem an den vielen Tapasbars, den Märkten mit einheimischen Produkten und dem berühmten Kulturzentrum Centro Botín, in dem regelmäßig spanische Künstler und Designer ihre Werke ausstellen.

Die wohl bekannteste Stadt im Nordwesten Spaniens ist Santiago de Compostela. Die Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert bildet das Ende des Jakobswegs und ist deshalb ein beliebtes Reiseziel für Pilger und Schaulustige. Abgesehen davon können Besucher durch die charmante Altstadt schlendern oder in einem der Museen etwas über die Geschichte der Stadt lernen. Auf dem wöchentlich stattfindenden Markt erkunden Reisende die Küche und Lebensmittel der Einheimischen.

Schlendern durch idyllische Fischerdörfer

Den Kontrast dazu bietet das kleine Fischerdorf Combarro in der Provinz Poio. Der beschauliche Ort liegt malerisch direkt an der Küste und ist mittlerweile recht touristisch erschlossen. Es lohnt ein Spaziergang am Fischerhafen – am besten zum Sonnenuntergang oder der Besuch der Kirche Igrexa de San Roque.

In Asturien locken vor allem die kleinen idyllischen Fischerorte. Zu den beliebtesten unter ihnen gehört Llanes im östlichen Teil der Region. Nicht umsonst wurden in dem kleinen Dorf an der Küste bereits zahlreiche Filme gedreht. Für die perfekte Fotokulisse für das Urlaubsbild gibt es hier gleich zwei Möglichkeiten: Die bunten Wellenbrecher von Künstler Agustín Ibarrola oder die Infierno-Klippen rund 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Von dort aus hat man einen einmaligen Blick auf das Meer und den malerischen Sandstrand.

Zwischen Tradition und Avantgarde

Ein Kontrastprogramm zu den hübschen Städtchen und Fischerdörfern im Nordwesten Spaniens bieten bedeutende Städte wie San Sebastián, Santander, Bilbao, Oviedo und La Coruña.

Lange unterschätzt hat sich Bilbao mit der Eröffnung des Guggenheim Museums zum touristischen Anziehungspunkt entwickelt. Für dessen Bau verwendete Architekt Frank Gehry 33.000 extrem dünne Titanplatten, um kuriose Kurvenformen zu schaffen. Das Museum birgt gemeinsam mit den Sammlungen in New York und Venedig die wichtigste Privatsammlung moderner und zeitgenössischer Kunst der Welt. Bilbao besitzt auch eines der besten Kunstmuseen Spaniens: das Museum der Schönen Künste. Die Tradition der Stadt ist vor allem in der Altstadt zu spüren, mit ihren einnehmenden Straßen und Bars, deren Theken sich unter den leckeren Pintxos biegen und von Gastronomie-Leidenschaft zeugen.

Spannende Städte, schöne Strände

San Sebastián erstreckt sich entlang einer Bucht mit weißem Sand zwischen den Bergen Urgull und Igeldo. Ein Fischerviertel, eine herrschaftliche Neustadt und moderne Viertel machen diese Stadt zu einer der attraktivsten der kantabrischen Küste. Das Museum San Telmo, die Skulptur Peine del Viento oder der Kursaal sind Beispiele dafür, wie die Stadt ihre Tradition mit Modernität vereint.

Santander verbindet grüne Berglandschaften mit weißem Sandstrand, Herrenhäusern und Villen mit Avantgarde-Architektur. Zudem prägt die Fischertradition die Stadt. Die Altstadt beeindruckt mit ihren Prachtbauten, allen voran das Schmuckstück der Stadt, der Magdalena-Palast. Santander verbindet diese elegante Atmosphäre mit der Fischertradition, die sich noch heute besonders im Fischerviertel erkennen lässt.

Königliche Wurzeln und Fischereitradition

Oviedo, die einstige Stadt Ovetum, war seit ihrer Gründung im 8. Jahrhundert eng mit der asturischen Monarchie verbunden und wurde sogar zur Hauptstadt des Königreichs erhoben. Der Altstadtkern trägt mittelalterliche Züge und ist bequem zu Fuß zu erkunden. In der Umgebung der Kathedrale stehen einige der bedeutendsten Bauten Oviedos: die Kirche San Tirso, das Museum für Schöne Künste oder das Museum für Archäologie, im einstigen Velarde-Palast beziehungsweise im San Vicente-Kloster untergebracht.

Die Geschichte von La Coruña ist eng mit ihrem alten Fischer- und Handelshafen verbunden. Die Halbinsel, auf der die Altstadt liegt, beherbergt neben dem Leuchtturm Torre de Hércules, der eines der Wahrzeichen der Stadt ist, ein interessantes, romanisches Straßennetz mit Plätzen und mittelalterlichen Kirchen. Das Aquarium Finisterrae und das Museum der Wissenschaften sind weitere Anziehungspunkte der Stadt, die sich mit den weiten Stränden von Riazor und Orzán von ihrer schönsten Seite zeigt.

Mehr über die Regionen Galicien, Asturien, Kantabrien und Baskenland erfahren Sie mit unserer Themenwoche Grünes Spanien auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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