30. Oktober 2021 | 07:00 Uhr
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Was Besucher in den Regionen Estlands erwartet

Estland lässt sich ganz grob in drei Regionen und die Inseln einteilen: der Norden mit Tallinn bis zur russischen Grenze, der Westen mit seinen Ferienorten an der Ostsee und der Süden im Landesinnern, der von Wäldern und Mooren geprägt wird. Alle drei haben ganz unterschiedliche Reize.

Estland Soomaa Kanu Wald unter Wasser Foto Visit Estonia Jarek Jepera

Der Soomaa Nationalpark im Süden Estlands wirkt wie ein verwunschener Märchenwald

Der Norden ist die Region um Tallinn bis zur russischen Grenze. Das Gebiet ist sehr vielseitig. Besucher bestaunen mittelalterliche Festungen, übernachten auf romantischen Gutshöfen, wandern über Klippen oder faulenzen am Strand. Der Nationalpark Alutaguse ist von Moorgebieten geprägt und ein guter Platz für Tierbeobachtungen.

In Nordestland liegen die Moorgebiete von Puhatu und Agusalu mit Estlands einzigen Festlanddünen, die bis zu 18 Meter hoch sind. Den längsten Sandstrand hat Peipussees zu bieten. Das Städtchen Narva, ein Schmelztiegel estnischer und russischer Kultur, ist ebenfalls ein Ausflug wert. Stolz erhebt sich die am besten erhaltene Burg Estlands, die Hermannsfestung. Von dort blickt man über den breiten Grenzfluss zwischen Estland und Russland.

Der Westen ist von der Ostsee geprägt. Entlang der Küste gibt es viele unberührte Strände, kleine Marinas, urige Fischerdörfer und gemütliche Ferienorte, zum Beispiel Haapsalu und Pärnu mit ihrer ansprechenden Holzarchitektur. Pärnu ist das beliebteste Sommerziel der Esten. Breite Sandstrände, seichtes Wasser, viele Straßencafés und ein großes Freizeitangebot machen Pärnu zu einem idealen Familienziel.

Westestland hält auch Attraktionen für Vogelfreunde bereit, die vor allem im Mündungsgebiet des Flusses Kasari auf ihre Kosten kommen. Ob Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn oder Doppelschnepfe, sie alle brüten hier im Nationalpark Matsalu, durch den jedes Jahr über zwei Millionen Wasservögel ziehen.

Der Süden Estlands ist ein beliebtes Ziel für Naturfreunde. Dichte Wälder, ein großer Nationalpark, verschlafene Dörfer und Gutshöfe charakterisieren die Landschaft. Hier liegt auch Tartu, die älteste Stadt des Baltikums. Kleiner, aber hübsch ist Viljandi, etwas verborgen in den südestnischen Wäldern. Dort thront eine beeindruckende Burgruine. Die malerische Aussicht auf den nahen See und die Holzarchitektur machen Viljandi sowohl für Natur- als auch für Kulturfreunde attraktiv.

In Soomaa und dem gleichnamigen Nationalpark locken gigantische von Wäldern umrandete Moore, große und kleine Flüsse, artenreiche sumpfige Grasländer und blütenreiche Laubwiesen. Eine Kanutour ist hier ein Muss. In Setomaa lebt die Volksgruppe der Seto, die ihren traditionellen Lebensstil pflegt und durch ihre Gesangstradition bekannt ist. Im Peipusgebiet sind die Altgläubigen zu Hause, eine traditionelle Glaubensgemeinschaft. Fischersleute, Baumeister und Zwiebelzüchter, bei denen man ein Abendessen "wie bei Muttern" genießen kann.

Mehr über das nordische Land erfahren Sie mit unserer Themenwoche Estland auf Reise vor9 und Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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