Curaçao: Länderkunde für die Beratung im Reisebüro
Die Karibikinsel vor der Küste Südamerikas vereint auf gerade einmal 444 Quadratkilometern Unesco-Welterbe, erstklassige Tauchreviere und eine kulturelle Vielfalt, die in der Region ihresgleichen sucht. Das müssen Reiseberater wissen, wenn es um Curaçao geht.
Curaçao Tourist Board
Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte: willkommen auf Curaçao!
Curaçao gehört zusammen mit Aruba und Bonaire zu den ABC-Inseln und liegt vor der Nordküste Südamerikas. Mit 64 Kilometern Länge und bis zu 16 Kilometern Breite ist die Insel etwa so groß wie Usedom. Seit 2010 ist Curaçao ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande mit eigener Regierung und rund 158.000 Einwohnern. Bezahlt wird daher mit dem karibischen Gulden, gleichzeitig wird der US-Dollar fast überall akzeptiert. Die Steckdosen entsprechen dem US-Standard bei 110 bis 130 Volt, der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt je nach Jahreszeit fünf bis sechs Stunden.
Sonne das ganze Jahr, Hurrikans die absolute Ausnahme
Dank der Lage am 12. Breitengrad bleibt Curaçao von den gängigen Hurrikan-Routen verschont, die nördlichere Karibikziele regelmäßig treffen. Das trockene, tropische Klima beschert der Insel ganzjährig Temperaturen zwischen 28 und 32 Grad, während nur 500 bis 600 Millimeter Regen pro Jahr fallen. Eine echte Regenzeit gibt es nicht, lediglich zwischen Oktober und Januar kommt es gelegentlich zu kurzen nächtlichen Schauern. Für die Beratung am Counter heißt das: Curaçao funktioniert als Ganzjahresziel ohne saisonale Einschränkungen.
Das Herzstück der Insel ist Willemstad, seit über 25 Jahren Unesco-Weltkulturerbe. Die pastellfarbenen Kolonialgebäude in den Vierteln Punda und Otrobanda gehören zu den meistfotografierten Motiven der Karibik. Verbunden werden sie durch die Königin-Emma-Pontonbrücke aus dem Jahr 1888, die die Einheimischen liebevoll „Schwankende alte Dame" nennen. Sehenswert sind auch die Mikvé-Israel-Emanuel-Synagoge, die älteste durchgehend betriebene Synagoge der westlichen Hemisphäre, und das lebendige Viertel Pietermaai mit Boutique-Hotels und gehobener Gastronomie.
Über 35 Strände, dazu exzellente Spots für Taucher
An der ruhigen Süd- und Westküste reihen sich über 35 Strände aneinander, von der spektakulären Playa Kenepa über den familienfreundlichen Playa Lagun bis zum geselligen Mambo Beach Boulevard. Wer etwas Besonderes sucht, nimmt das Boot nach Klein Curaçao, einer unbewohnten Insel mit unberührten Sandstränden und hervorragenden Schnorchelgründen.
Die Unterwasserwelt ist eines der stärksten Argumente für Curaçao. Gerade erst wurde die Insel als Karibisches Tauchziel des Jahres mit dem Caribbean Travel Award ausgezeichnet. Über 70 Tauchplätze warten auf Gäste, mehr als 38 davon direkt vom Strand aus zugänglich, ganz ohne Bootsfahrt. Das kristallklare Wasser bietet Sichtweiten von 20 bis 30 Metern bei ganzjährig 28 Grad Wassertemperatur.
An Land lohnen sich Ausflüge in den Christoffel-Nationalpark mit dem 372 Meter hohen Hausberg der Insel, den zerklüfteten Shete-Boka-Nationalpark an der Nordküste und die 300.000 Jahre alten Hato-Höhlen. Die Bevölkerung repräsentiert über 55 Nationalitäten, die meisten Insulaner sprechen vier Sprachen: Papiamentu, Niederländisch, Englisch und Spanisch.
Ach ja, und auch das gilt es noch zu erwähnen: Bekanntestes Exportprodukt ist natürlich der Blue Curaçao Likör, dessen Destillerie Senior & Co. im historischen Landhuis Chobolobo besichtigt werden kann.
Mehr über die Karibikinsel erfahren Sie mit unserer Themenwoche Curaçao auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.