9. November 2020 | 07:00 Uhr
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Kleine Länderkunde Costa Rica (Teil 1)

Flächenmäßig kaum größer als Niedersachsen und mit rund fünf Millionen Einwohnern bietet Costa Rica Erstaunliches. Auf kleinstem Raum finden sich tolle Strände, Regenwald und Mangrovenwälder, eine Vielzahl an Nationalparks, Vulkane und bis zu 3.800 Meter hohe Berge.

Costa Rica Nauyaca Wassefälle

Die Nauyaca-Wasserfälle in der Provinz Puntarenas bieten ein spektakuläres Bild

Das mittelamerikanische Land grenzt im Süden an Panama und im Norden an Nicaragua. Zwischen der Pazifik- und der Karibikküste des Landes liegen gerade mal 320 Kilometer, aber die haben es in sich. So gibt es 29 Nationalparks, 62 Schutzgebiete und acht Naturreservate; insgesamt steht ein Viertel des Landes unter Naturschutz. Costa Ricas höchster Berg, der Cerro Chirripó, bringt es auf eine Höhe von 3.820 Metern. Zwei weitere Besonderheiten: Costa Rica hat 1948 seine Armee abgeschafft und bezieht heute mehr als 99 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen.

Kultur und Geschichte im zentralen Hochland

In der Hauptstadt San José warten vor allem gastronomische wie auch kulturelle Highlights auf die Besucher. Auf dem Zentralmarkt duftet es nach frischem Gemüse, geröstetem Kaffee und Gewürzen. Das elegante Nationaltheater an der Plaza de la Cultura punktet mit exklusivem Interieur. Das Museo de Oro, das Goldmuseum, beherbergt prächtige Schätze und eine Ausstellung mit zahlreichen Goldobjekten aus Süd- und Mittelamerika. Auch das Jademuseum mit der größten Jadesammlung Lateinamerikas ist ein Highlight. Voller Leben, Geschmack und Genuss sprüht das Viertel „Escalante“ mit seiner Gastronomiemeile „Paseo de La Luz“.

Die Kolonialstadt Cartago ist geprägt von Tradition und Religion. In der Nähe können die Ruinen von Cartago, die Ruinen von Ujarrás und malerische Landschaften des Orosí-Tals besucht werden. Die Hauptattraktion ist der landeshöchste Vulkan Irazú – von hier aus ist bei gutem Wetter sowohl die Pazifik- als auch die Karibikküste zu sehen. In der Provinz Alajuela beeindrucken zahlreiche Kaffeeplantagen sowie der Ort Sarchí als Zentrum des Kunsthandwerks und Heimat des weltgrößten Ochsenkarrens, der seit 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Karibikküste: Schildkröten und Traumstrände

Der Nationalpark Tortuguero, auch bekannt als der kleine „Amazonas Costa Ricas“, zählt zu den Höhepunkten des Landes: Mit dem Boot oder Kajak kann man die von dichtem tropischen Dschungel umsäumte Kanallandschaft Tortugueros erkunden und dabei die beeindruckende Tierwelt entdecken. Jedes Jahr zwischen Juli und Oktober kommen die Namensgeber des Nationalparks, die geschützten Meeresschildkröten, zur Eiablage an diesen Karibikstrand.

Die costa-ricanische Südkaribik zieht mit Orten wie Puerto Viejo und Cahuita mit Tropenstrand und Regenwald Besucher an, sowie karibischer Küche, Klängen von Calypso- und Reggae-Musik und Kultur. Kulturinteressierte sollten auch den indigenen Bribri-Gemeinschaften im Talamanca Gebirge einen Besuch abstatten.

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