1. April 2026 | 15:10 Uhr
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Goldene Zeiten für unerschrockene Ticket-Schnäppchenjäger

Von wegen, die Flugpreise gehen durch die Decke: von Frankfurt nach Singapur und zurück für 400 Euro oder ein Return-Ticket auf die Malediven für 450 Euro. Kein Aprilscherz! Einziger Haken: Es geht mit Etihad Airways über Abu Dhabi. Die drei großen Golfcarrier verramschen derzeit ihre Tickets, während die anderen kräftig zulangen.

Abu Dhabi Airport Tower iStock martinkay78.jpg

Etihad verkauft Tickets nach Fernost über ihr Heimatdrehkreuz Abu Dhabi derzeit zu Dumpingpreisen

Wer sich von Raketen und Drohnen nicht vom Umsteigen in Abu Dhabi, Dubai oder Katar abschrecken lässt, kann bei Flugtickets nach Fernost und Australien derzeit echte Schnäppchen machen. Etihad Airways verkauft zum Beispiel Return-Tickets ab Frankfurt zu Dumping-Preisen: Singapur für 399,70 Euro, die Malediven für 449,76 Euro, Bangkok für 586,85 Euro und Sydney für 1.027,80 Euro. Der Reisezeitraum ist die kommende Woche für 14 Tage.

Emirates und Qatar Airways stehen den Etihad-Preisen kaum nach. Mit Qatar Airways geht es via Doha für 626 Euro nach Bangkok und zurück. Ein Return-Ticket in die australische Metropole Sydney ist schon ab 1.131 Euro zu haben. Emirates ist etwas teurer. Dort findet man Flüge über Dubai nach Bangkok für 702 Euro und nach Bali für 817 Euro.

Lufthansa verlangt das Sechsfache von Etihad

Die Flugpreise der Golfcarrier stehen im krassen Gegensatz zum allgemeinen Trend. Aufgrund des Kriegs am Golf geht der Ölpreis durch die Decke, wodurch auch die Kosten für Kerosin kräftig ansteigen. Und auch die Ticketpreise kennen meist nur eine Richtung, steil nach oben. 

Wer etwa mit Lufthansa nach Singapur und zurück fliegen will, zahlt im gleichen Zeitraum mehr als das Sechsfache wie bei Etihad: fast 2.450 Euro. Singapore Airlines berechnet sogar 2.620 Euro. Bangkok ist bei Lufthansa ab 1.520 Euro zu haben, Thai Airways kassiert 1.930 Euro für das Rückflugticket.

Mit Dumping-Preisen gegen die Reisewarnung 

Die Golf-Carrier würden ihren Passagieren sicher auch gerne mehr berechnen. Doch derzeit liegt ihr Augenmerk darauf, überhaupt wieder Fluggäste für den Transit am Golf zu gewinnen. Tatsächlich fliegen Emirates, Etihad und Qatar bereits wieder jeweils viermal pro Tag von Deutschland zu ihren Drehkreuzen. Der Flugplan ist nach dem kompletten Shutdown allerdings immer noch deutlich ausgedünnt.

Mit Dumping-Preisen versuchen die Airlines, überhaupt wieder Passagiere an Bord zu locken. Doch fast tägliche Meldungen über Raketen- und Drohnenbeschuss sowie Drohungen des Iran mit neuen Angriffen auf die Emirate schrecken viele Deutsche davon ab, mit einem Golf-Carrier in die Ferne zu fliegen. Hinzu kommt die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für die Golfstaaten, in der explizit auch vor Transitaufenthalten zum Weiterflug gewarnt wird.

Thomas Hartung

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