24. Februar 2026 | 07:00 Uhr
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Die ITB-Chefin will stärker auf Dialog setzen

Wenige Tage vor Beginn der ITB Berlin meldet Messechefin Deborah Rothe (Foto) volle Hallen und mehr als 160 vertretene Länder. Rückkehrer wie Bhutan und Benin sowie das Gastland Angola sollen Akzente setzen. Im Podcast mit Reise-vor9-Chefredakteur Christian Schmicke erläutert sie, was die ITB in diesem Jahr besonders macht.

Rothe Deborah

Deborah Rothe kann sich über ausgebuchte Hallen freuen

"Unsere Hallen sind wieder voll gefüllt", sagt ITB-Direktorin Rothe im Reise-vor9-Podcast. Mehr als 160 Länder seien vertreten.

In der Hallenstruktur bleibt vieles vertraut. Die DACH-Länder sind im Hub 27 gebündelt, Asien in Halle 26, Reiseveranstalter und Airlines in Halle 25. Gleichzeitig setzt die Messe auf neue Akzente. Die Kanaren ziehen in Halle 10.2 um, während Marokko und Spanien gemeinsam in Halle 2.1 auftreten – auch mit Blick auf die Fußball-WM 2030.

Rückkehrer und neue Player

Mit Bhutan, Benin und dem Gastland Angola kehren Länder zurück, die teils seit Jahren nicht präsent waren. Angola will unter dem Motto "Rhythm of Life" Kultur, Küstenlandschaften und Naturschutzprojekte vorstellen. Auch die Ukraine ist wieder vertreten. Vietnam tritt mit einem Länderpavillon an, organisiert von der Messe selbst.

Im Technologiebereich wachse die Nachfrage weiter, berichtet Rothe. Travel Tech bleibe prägend, ebenso Payment-Lösungen. Neben Mastercard, Visa und Stripe ist erstmals auch die in London ansässige, 2015 gegründete Neobank Revolut mit einer größeren Präsenz dabei. Thailand stelle mit mehr als 2.000 Quadratmetern die größte Länderfläche, zu den größten Auftritten zählten zudem die von Ägypten, Türkei und Italien, so die ITB-Chefin.

Medical Tourism gewinne ebenfalls an Gewicht, sagt Rothe. Erstmals präsentiert sich auch die Charité im entsprechenden Pavillon. Rothe spricht von einer "bereichernden Expertise" für die Branche.

Kongress mit Fokus auf Balance

Der ITB Berlin Kongress steht unter dem Leitmotiv "Leading Tourism into Balance". In 17 Thementracks diskutieren rund 400 Expertinnen und Experten in rund 200 Sessions.

Schwerpunkte sind Künstliche Intelligenz, Resilienz, regenerative Ansätze sowie Erlebnisreisen. Airbnb als Partner gestaltet unter anderem eine Session zu Naturreisen. Rothe betont, es gehe darum, große Plattformen in eine "verantwortungsvolle Diskussion über die Zukunft des Reisens" einzubinden.

Neben Visionen sollen konkrete Handlungsempfehlungen vermittelt werden. Formate wie Deep Dives, Workshops und interaktive Beteiligung sollen den Praxisbezug stärken.

Nachwuchs und Netzwerkformate

Mit dem Talent Hub in Halle 4.1 richtet sich die Messe gezielt an Nachwuchskräfte und Quereinsteiger. Universitäten, Unternehmen sowie die Bundesagentur für Arbeit und der Travel Industry Club sind eingebunden.

Neu ist zudem der ITB Späti in Halle 7.2c als Networking-Areal mit Open-Mic-Sessions, Marktpitches und After-Work-Formaten. Rothe will auf Austausch und Dialog setzen – auf der Bühne wie auf der Fläche.

Christian Schmicke

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