27. Februar 2019 | 08:20 Uhr
Teilen
Mailen

Wo im März auf der Welt Gesundheitsgefahren lauern

In Südkorea und im US-Bundesstaat Washington sind die Masern ausgebrochen. In Japan, Georgien, Hongkong und Marokko werden starke Grippewellen verzeichnet. Aus weiten Teilen Indonesiens, Jamaikas und Malaysias wird zudem Dengue-Fieber gemeldet, so die aktuelle Übersicht des Sicherheitsdienstleisters International SOS.

Gesundheit_Impfung_Masern_Foto iStock Yana Tatevosian

Masern sind weltweit weiter auf dem Vormarsch. Reisende sollten darauf achten, dass sie geimpft sind.

Argentinien: Hantavirus. Mehrere Fälle von Hantaviren wurden in der Provinz Chubut bestätigt. Hantaviren werden von infizierten Nagetieren übertragen und durch ihren Speichel, Urin und Fäkalien ausgeschieden. Menschen können durch beispielsweise den Biss einer Ratte, Kontakt mit Nager-Exkrementen oder Wundkontakt infiziert werden. Obwohl die Krankheit generell nicht von Person zu Person übertragen wird, sind solche seltene Fälle in Argentinien gemeldet worden.

Fidschi: Leptospirose. In der Zentralregion von Fidschi wurde ein Leptospirose-Ausbruch verzeichnet. Die bakterielle Krankheit wird hauptsächlich durch kontaminiertes Wasser verbreitet und gelangt durch Haut oder Schleimhäute in den Körper (Augen, Nase oder Mund). Präventiv sollte der Kontakt mit kontaminiertem oder stehendem Wasser vermieden und Hände sowie Schnittwunden und Hautabschürfungen sorgfältig gewaschen werden.

Georgien: Grippewelle. In Georgien ist die Winter-Grippesaison im Gange. Der aktuelle Grippeimpfstoff für die nördliche Erdregion schützt vor den Virusstämmen, die bei dieser Grippewelle festgestellt wurden. Die meisten Fälle verlaufen mild, aber manche können schwer oder sogar fatal sein. Vorsorge kann zusätzlich zu einer Impfung durch sorgfältige Hygienemaßnahmen erfolgen.

Hongkong: Grippewelle. Die Winter-Grippesaison hat auch in Hongkong begonnen. Vorsorge sollte durch eine Impfung gegen die saisonale Grippe und sorgfältige Hygienemaßnahmen erfolgen.

Indonesien: Dengue-Fieber. Im ganzen Land sind vermehrt Fälle von Dengue-Fieber aufgetreten, besonders in der Java-Region. Da die Krankheit durch Mücken verbreitet wird, wird der Schutz vor Mückenstichen durch körperbedeckende Kleidung, Insektenspray und Fliegengitter empfohlen.

Japan: Grippewelle. Ganz Japan ist von einer Grippewelle betroffen. Die Präfekturen Aichi, Saitama und Shizuoka melden die meisten Fälle.

Jamaika: Dengue-Fieber. In Jamaika ist das Dengue-Fieber ausgebrochen. Die Anzahl der betroffenen Fälle ist seit Dezember 2018 erheblich gestiegen. Dengue-Fieber kann verschiedene Symptome verursachen; es gibt weder eine Impfung noch eine bestimmte Behandlung dagegen.

Kenia: Cholera. Ein Choleraausbruch wurde in den Bezirken Narok und Kajiado gemeldet. Speisen,  Wasser und andere Getränke sollten mit Vorsicht gewählt werden. Wenn die Gefahr besteht, unhygienischen Verhältnissen ausgesetzt zu sein, sollte eine Impfung in Erwägung gezogen werden.

Malaysia: Dengue-Fieber und Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Eine ungewöhnliche Steigung an Dengue-Fällen im Vergleich zu vergangenen Jahren werden auch in Malaysia gemeldet. Im Bundesstaat Sarawak wurden vermehrte Fälle von Hand-Fuß-Mund-Krankheit gemeldet. Übertragung findet von Mensch zu Mensch statt, daher sind sorgfältige Hygienemaßnahmen geboten.

Marokko: Grippewelle. Die saisonale Grippewelle in Marokko schließt einige Fälle der Schweinegrippe ein. Aktuelle Grippe-Impfstoffe schützen.

Mayotte: Rifttalfieber. Auf Mayotte, einem französischen Überseegebiet, ist das Rifttalfieber ausgebrochen. Es sind die ersten bei Menschen nachgewiesenen Fälle seit mehreren Jahren. Die Krankheit wird durch Kontakt mit dem Blut, den Organen oder Körperflüssigkeiten von infizierten Tieren oder Mückenstiche auf Menschen übertragen.

Südkorea: Masernausbruch. In mehreren Gebieten, darunter auch die Provinzen Gyeonggi, Nord-Gyeongsang (einschließlich Daegu) und Süd-Jeolla, wurden mehr als 30 Fälle von Masern seit Dezember 2018 gemeldet. Vereinzelte Fälle wurden auch in Seoul festgestellt. Alle Reisenden sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern vollständig immunisiert sind.

Tasmanien: Buschbrände. Der Rauch von Buschfeuern beeinträchtigt die Luftqualität in mehreren Teilen Tasmaniens. Die Behörden setzen Warnungen und Rauchmeldungen ein, um vor den drohenden Gesundheitsrisiken zu warnen.

USA: Masernausbruch. In Clark County im Bundesstaat Washington wurde ein Masernausbruch gemeldet. Masern sind hochansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Häufige Symptome sind Fieber, Husten und ein charakteristischer Ausschlag. Alle Reisenden sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern vollständig immunisiert sind."

Die Gesundheitstipps wurden von dem Sicherheitsdienstleister International SOS exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.

Anzeige FTI