Wo auf der Welt im November medizinische Gefahren lauern
In Spanien sind Fälle von lokal erworbenem Dengue-Fieber aufgetaucht. Das Zika-Virus ist nun auch in Indien verbreitet. Beide Krankheiten haben eins gemeinsam: Sie werden durch Mückenstiche übertragen. Ein wirksamer Mückenschutz wird für viele Länder immer wichtiger.
Ein Gesundheits-Update der Welt durch die Fachleute des Sicherheitsdienstleisters International SOS für Reise vor9:
Chile: Cholera und Hepatitis A. Mehrere Cholera-Fälle wurden innerhalb kurzer Zeit in der Metropolregion Santiago, Atacama und Valparaíso gemeldet. Sorgfältige Hygienemaßnahmen und Vorsicht bei der Wahl von Essen und Trinken sollten Cholera-Infektionen vorbeugen. Zusätzlich wurden Fälle von Hepatitis A in den Biobio- und Nuble-Regionen gemeldet. Neben der Impfung gegen Hepatitis A sind auch hier Hygienemaßnahmen geboten.
China: Dengue-Fieber. In Hongkong sind vier Fälle von lokal erworbenem Dengue-Fieber aufgetreten. Die Krankheit wird durch Mücken verbreitet und kommt sowohl in ländlichen und städtischen Regionen vor. Der Infektion wird durch Schutz vor Mückenstichen vorgebeugt.
Indien: Zika-Virus. In Jaipur, der Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan in Indien, sind Fälle des Zika-Virus gemeldet worden. Übertragung erfolgt auch sexuell, aber hauptsächlich durch Mückenstiche. Das Zika-Virus hat in Südamerika schwere Geburtsfehler bei Säuglingen verursacht. Frauen die versuchen, schwanger zu werden und deren Partner sollten Mückenstichen vorbeugen.
Jordanien: Warnung vor Trinkwasser in Flaschen. Tests an Wasserproben von „Nestle Small Size“ Trinkwasserflaschen ergaben mikrobiologische Verunreinigungen in Chargen, die im Juli 2018 abgefüllt wurden. Bis bestätigt werden kann, dass diese harmlos sind, sollte man dieses Wasser meiden und am besten gefiltertes, abgekochtes, oder mit Chlor oder Jod versetztes Wasser trinken, oder kohlensäurehaltige Getränke.
Italien: West-Nil-Virus. Im ganzen Land wurden seit Juni 250 Fälle des West-Nil-Virus registriert, das auch über die übliche Saison hinaus auftritt. Es wird durch Mückenstiche verbreitet. Da es keine Impfung dagegen gibt, wird empfohlen, sich vor Mückenstichen zu schützen.
Japan: Röteln. Eine deutliche Steigerung von Röteln-Infektionen – achtmal höher als letztes Jahr – wurde seit August vor allem aus der Kanto-Region gemeldet. Das Virus wird durch Tröpfchen-Infektion weitergegeben. Reisende sollten sicherstellen, dass sie – soweit sie die Krankheit noch nicht durchgemacht hatten – sich gegen Röteln impfen lassen.
Mauritius: Masern. Über 800 Fälle wurden gemeldet, die Stadtteile Port Louis und Black River sind am meisten betroffen. Alle Reisenden sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern immun sind oder sich impfen lassen und Kleinkinder sowie andere nicht-immune Personen von betroffenen Gebieten fernhalten.
Mexiko: Cyclosporiasis. Eine erhöhte Zahl von Reisenden, die aus Mexiko nach Großbritannien zurückkehrten, meldete eine Infektion mit der Durchfallkrankheit. Vor allem Rückkehrer aus der Riviera Maya und Cancún, einem der wichtigsten Zentren der Urlaubsregion im Staat Quintana Roo, sind betroffen. Der parasitären Infektion kann durch Hygienemaßnahmen und Vorsicht bei der Wahl des Essens vorgebeugt werden.
Saudi-Arabien: Cholera. Im Süden des Landes wurde eine Cholera-Erkrankung bestätigt, weitere Verdachtsfälle liegen vor. In Saudi-Arabien ist Cholera selten, allerdings grenzt der Süden an Jemen an, wo seit April 2017 ein anhaltender Cholera-Ausbruch bekämpft wird und es mehr als eine Million Verdachtsfälle und tausende Tote gibt. Die Gesundheitsbehörden mahnen zu Hygienemaßnahmen.
Slowenien: Zeckenübertragene Virus-Enzephalitis. Dieses Jahr wurde eine Zunahme von Fällen gemeldet, die auch über die übliche Saison hinausreicht. Es gibt keine spezifischen Behandlungsmöglichkeiten, allerdings ist eine effektive Impfung in Europa verfügbar. Der Infektion kann durch Schutz vor Zeckenbissen und Meidung von nicht pasteurisierten Milchprodukten vorgebeugt werden.
Spanien: Dengue-Fieber. In der Provinz Cadiz und in der Murcia-Region wurden zwei Fälle von lokal erworbenem Dengue-Fieber bestätigt; es gibt einen weiteren Verdachtsfall. Das Risiko für Reisende ist weiterhin sehr niedrig, aber man sollte der Infektion durch Schutzmaßnahmen vorbeugen.
Spanien: Hämorrhagisches Krim-Kongo-Fieber. Ein älterer Mann ist an hämorrhagischem Krim-Kongo-Fieber gestorben, nachdem er in einer ländlichen Region in der Provinz Palencia von einer Zecke gebissen wurde. Dies ist erst das zweite Mal, dass diese Krankheit in Spanien je gemeldet wurde. Der grippeähnliche Krankheitsverlauf kann tödlich enden. Zeckenbissen sollte auf jede erdenkliche Art vorgebeugt werden.
USA: Legionärskrankheit. Die betroffenen Gebiete sind Hampton in New Hampshire und Manhattan in New York City. Ältere Menschen, Raucher und Menschen mit grundlegenden Gesundheitsproblemen sind gefährdet. Das Gesamtrisiko für Reisende ist weiterhin sehr niedrig. Bei Symptomen wie Fieber, Husten, Atemproblemen und anderen Grippesymptomen sollte man medizinische Hilfe aufsuchen.