Vietnamesischer Nationalpark setzt auf "ethische"
Die Leitung des Nationalparks Yok Don im Süden Vietnams setzt deutliche Zeichen für den Tierschutz. Im September hat sie zunächst das Reiten auf Elefanten verboten. Einen Monat später wurde die erste tierfreundliche Tour ins Leben gerufen, bei der Besucher die Dickhäuter nur noch beobachten.
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Südostasien-Reisende kommen zuhauf, um auf den Dickhäutern, die dafür trainiert wurden, durch den Dschungel zu reiten und zuzuschauen, wie sie mit ihrem Rüssel auf Kommando Wasserfontänen verspritzten. Doch dass die größten Landsäugetiere der Welt häufig unter grausamen Umständen gehalten werden, ist den wenigsten Touristen bewusst: Angekettet an Bäumen ohne Zugang zu Futter oder Wasser, von früh bis spät zur Arbeit in zum Teil sengender Hitze gezwungen, das hat mit artgerechter Tierhaltung nichts zu tun. Doch der mit 1.155 Quadratkilometern größte Nationalpark Vietnams hat dieser Praxis nun ein Ende bereitet, berichtet die britische Zeitung "The Guardian".
Tierbeobachtung in natürlicher Umgebung
Statt auf dem Rücken der häufig überarbeiteten und unterernährten Tiere zu reiten, können die Besucher in dem Park nahe der kambodschanischen Grenze ihnen nur noch mit einigem Abstand beim Fressen, Spielen und Herumtoben in ihrer natürlichen Umgebung zusehen. Das hat sich für die früher ebenfalls an Ketten gehaltenen vier Urwaldriesen offenbar bereits ausgezahlt, sagt die Sprecherin der Tierschutzorganisation Animals Asia, Dionne Slater: "Sie sehen schon gesünder aus und können bis zu 18 Stunden durch die Wälder streifen und Futter suchen, wie sie das von Natur aus tun würden." Ihre Futtersuche würde sich nun immer weiter ausdehnen, das sei ein gutes Zeichen. Animals Asia kauft mit finanzieller Hilfe des britischen Olsen Trust den Elefantenbesitzern die Tiere ab, um sie dann wieder frei zu lassen.
Da die halb domestizierten Tiere an Menschen gewohnt sind, können Besucher ziemlich nahe an sie herankommen, ohne dass sie gleich in den Selbstverteidigungsmodus umschalten, wie das ihre komplett wilden Artgenossen in einer als Bedrohung empfundenen Situation häufig tun.
Schrumpfende Population
In Vietnam ist die Elefantenpopulation mittlerweile auf nur noch 100 Tiere geschrumpft. 80 davon leben in Gefangenschaft, sie müssen für die Ausritte der Touristen zur Verfügung stehen. Bis 1990 gab es noch 2000 wildlebende Elefanten. Inzwischen setzen sich immer mehr Tierschutzinitiativen dafür ein, das Reiten auf Elefanten als Touristenattraktion weltweit zu verbieten.
Andreas Förster