6. Juli 2018 | 09:51 Uhr Teilen
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Umfrage: Jeder Fünfte ist ohne Reiseapotheke unterwegs

Viele Deutsche verhalten sich im Hinblick auf Reisekrankheiten ziemlich sorglos. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Betriebskrankenkassen-Vereinigung Pronova BKK unter 2.000 Bundesbürgern. Demnach führen 18 Prozent der Menschen im Urlaub oder auf Geschäftsreisen überhaupt keine Reiseapotheke mit sich. Zwar hat mehr als die Hälfte immerhin Pflaster und Medikamente gegen Kopf-, Zahn- oder Rückenschmerzen dabei. Unterschätzt wird dagegen das Risiko einer weiteren häufig auftretenden Urlaubserkrankung: Mittel gegen klassische Magen-Darm-Beschwerden haben gerade einmal 31 Prozent der Befragten im Gepäck. Dasselbe gilt für Desinfektionsmittel. Dabei bergen zum Beispiel felsige Badestrände oder sportliche Aktivitäten im Ausland zahlreiche Gefahren, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt der Pronova BKK. Grundsätzlich seien in allen Apotheken günstige Reiseapotheken in Standardausrüstung erhältlich. Wichtig sei es, Medikamente, die man ständig brauche, im Handgepäck zu verstauen, rät der Mediziner.

Wichtige Medikamente sollten griffbereit sein

Auch, wenn es um die schnelle Behandlung von Wunden geht, sind viele deutsche Urlauber nach Erkenntnissen der Krankenkasse unterversorgt: Knapp 60 Prozent der Befragten geben an, keine Wund- und Heilsalbe mitzuführen und zwei Drittel nehmen kein Verbandzeug mit. Bei Prellungen, Stauchungen und Verspannungen kann sich zudem weniger als ein Drittel der Reisenden aus Deutschland schnell selbst helfen. Nur 23 Prozent haben Wärmepflaster, Schmerz- oder Wärmegele eingepackt. Noch zurückhaltender sind die Befragten bei den Klassikern gegen Erkältungssymptome: Nur 29 beziehungsweise 27 Prozent sind mit medizinischen Hustenbonbons oder Nasenspray unterwegs, fiebersenkende Präparate haben gerade einmal 26 Prozent dabei. Im Schnitt packen Reisende etwa fünf Medikamente ein. Frauen sind Männern dabei einen kleinen Schritt voraus: Während die Herren meist maximal vier Medikamente griffbereit haben, sind es bei den Damen immerhin fast sechs Präparate.

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