25. März 2026 | 16:29 Uhr
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Spanien-Streiks in der Kar- und Osterwoche sind wohl sicher

Die angedrohten Streiks an spanischen Flughäfen werden mit immer größerer Sicherheit auch kommen. Am 28. und 29. März sowie vom 2. bis 6. April will das Bodenpersonal in den Ausstand treten. Betroffen sind unter anderem Madrid, Barcelona, Palma, Málaga, Alicante, Gran Canaria, Teneriffa, Valencia und Bilbao. Streitpunkt sind Löhne und deren Anwendung.

Barcelona Flughafen

An großen Flughäfen wie hier El Prat in Barcelona wird wohl bald gestreikt

Die Gewerkschaften wie CCOO, Uso und UGT haben ihre Pläne für Arbeitsniederlegungen des Bodenpersonals bei den Handling-Unternehmen Groundforce und Menzies nach Angaben spanischer Medien bekräftigt. Die Streiks fallen in eine der wichtigsten Reisephasen des Frühjahrs. Geplant sind Ausstände am 28. und 29. März sowie am 2., 3., 4., 5. und 6. April. Hintergrund sind Konflikte über die Anwendung von Gehaltstabellen und Forderungen nach höheren Löhnen.

Zu den betroffenen Airports zählen Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca, Málaga, Alicante, Gran Canaria, Teneriffa Süd, Teneriffa Nord, Fuerteventura, Valencia und Bilbao. Bei Menzies soll der Streik am 28. März von 0 bis 23.59 Uhr dauern. Bei Groundforce sind Teilstreiks in drei Zeitfenstern angekündigt: von 5 bis 7 Uhr, von 11 bis 17 Uhr sowie von 22 bis 24 Uhr.

Der spanische Flughafenbetreiber Aena warnt Reisende indirekt bereits zur Vorsicht und riet dazu, den Flugstatus vor der Fahrt zum Flughafen bei der jeweiligen Airline zu überprüfen.

Probleme bei Gepäck, Boarding und Abflug

Der Streik betrifft zentrale Abläufe am Boden und kann daher schnell Kettenreaktionen auslösen. Besonders anfällig ist die Gepäckabfertigung. Längere Schlangen beim Check-in, verzögerte Be- und Entladung sowie verspätet ausgelieferte oder nicht mitgekommene Koffer gehören zu den wahrscheinlichsten Folgen.

Auch der eigentliche Flugbetrieb kann unter Druck geraten. Schon kleinere Verzögerungen am Morgen können sich laut Vorlage im Tagesverlauf auf mehrere Stunden summieren. Wenn dadurch Einsatzzeiten der Crews überschritten werden, sind auch Annullierungen möglich.

Hinzu kommen langsamere Boarding-Prozesse, weil das Bodenpersonal auch an den Gates und Fluggastbrücken eingesetzt wird. Selbst Services wie Kabinenreinigung oder Catering können sich laut spanischen Medien verlangsamen.

Christian Schmicke

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