Schnellzüge zwischen Madrid und Andalusien fahren wieder
Knapp einen Monat nach dem schweren Unfall von Adamuz nehmen die spanischen Zuggesellschaften Renfe und Iryo den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und mehreren Städten Andalusiens wieder auf.
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Die Schnellzugverbindungen zwischen Spaniens Hauptstadt und Andalusien sind wieder intakt
Nach Abschluss der Reparaturarbeiten durch den Infrastrukturbetreiber Adif rollen seit Dienstag wieder Hochgeschwindigkeitszüge im Südkorridor zwischen Madrid und Andalusien. Die Strecke war seit dem 18. Januar unterbrochen, nachdem bei Adamuz in der Provinz Córdoba ein Iryo-Zug entgleist war. Drei Waggons gerieten auf das Nachbargleis und kollidierten mit einem Zug von Renfe. 46 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Renfe fährt wieder planmäßig zwischen Madrid und Sevilla, Cádiz sowie Granada. Auch die Verbindung Madrid – Granada – Almería wird vollständig bedient. Auf der Verbindung zwischen Madrid und Huelva verkehrt der Zug zunächst nur bis Córdoba. Von dort geht es im Ersatzverkehr per Bus weiter. Die übrigen Verbindungen sollen komplett auf der Schiene stattfinden. Weiterhin Einschränkungen gibt es zwischen Madrid und Málaga. Der Abschnitt zwischen Antequera und Málaga wird bis voraussichtlich Anfang März per Bus überbrückt, da sich die Arbeiten verzögert haben.
Auch Iryo hat den Betrieb wieder aufgenommen. Das Unternehmen bietet auf der Strecke Madrid – Sevilla 14 tägliche Fahrten an, sieben je Richtung. Bestandteil des Programms sind zudem vier tägliche Verbindungen zwischen Barcelona und Sevilla.
Christian Schmicke