Niedrigwasser macht Flusskreuzfahrern zu schaffen
Noch ist nur die Elbe an manchen Stellen für die Schifffahrt gesperrt, doch auch Rhein und Donau haben nach der langen regenlosen Zeit der letzten Wochen sehr niedrige Wasserstände. Das macht Anbietern von Flusskreuzfahrten Sorgen. Die großen Anbieter Nicko Cruises und Phoenix Reisen sind derzeit nicht auf der Elbe unterwegs. Nicko Cruises plant zum Beispiel im Sommer keine Elbe-Kreuzfahrten, weil sie "in den Sommermonaten meist anfällig ist für Niedrigwasser". Ebenso hält es Phoenix Reisen.
Auf dem Rhein und auch auf der Donau ist die Lage bedrohlich. "Wir sind deshalb in engem Austausch mit unseren Reedereien und beobachten den Wasserstand sehr genau", so ein Sprecher von Nicko Cruises. Je nach Tiefgang des betroffenen Schiffs kann es in den kommenden Tagen zu Umroutungen von Schiffen aufgrund des Niedrigwassers kommen. Etwaige Routenänderungen erfolgen dann kurzfristig in Absprache mit der Reederei, so der Nicko-Sprecher weiter.
Noch sind alle Schiffe unterwegs
Auch bei Phoenix Reisen sind alle Kreuzfahrtschiffe unterwegs. "Bei uns konnten bislang alle Fahrten auf Rhein und Donau wie geplant stattfinden", erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Man beobachte sehr genau die Wetterlage und die Pegelstände der Flüsse. Zudem stehe Phoenix Reisen in ständigem Kontakt zu Reedereien, Häfen, Liegeplätzen und den zuständigen Ämtern, um schnell und flexibel reagieren zu können. An der Donau zwischen Straubing und Regensburg ist die Lage kritisch. Die Schifffahrt durch den Donaudurchbruch ist wegen Niedrigwasser vorübergehend eingestellt. Nötigenfalls werden an Problemstellen Busse eingesetzt, so der Phoenix-Reisen-Sprecher. Umbuchungen werde es aber erst dann geben, wenn eine Flusskreuzfahrt ganz abgesetzt werden müsse.
Kleinere Maßnahmen, die jetzt schon teilweise an Rhein und Donau ergriffen werden, sind etwa veränderte Liegeplätze und geringere Fahrgeschwindigkeiten. Die Zeitpläne werden entsprechend angepasst.
THo