5. Juni 2019 | 07:00 Uhr
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Mailen

MSC-Unfall heizt Diskussion über Kreuzfahrten in Venedig an

Nachdem die "Opera" das Dock von San Basilio streifte und mit einem Flussschiff zusammenstieß, werden Rufe nach einem Einfahrverbot in die Lagune von Venedig wieder lauter. Das Portal "Cruisetricks" schreibt, dass sich das Schiff an einer anderen Stelle in Fundamente Venedigs gebohrt hätte.

Italien Venedig Kreuzfahrtschiff Markusplatz

Kreuzfahrtriese vor dem Markusplatz in Venedig: Kommt nach dem MSC-Unfall nun das Verbot?

„Das Schiff kollidierte exakt dort mit der Pier, wo diese für das Kreuzfahrt-Terminal San Basilio mit Stahlbeton verstärkt ist“, schreibt Kreuzfahrtexperte Franz Neumeier auf Cruisetricks. Nur rund 150 Meter weiter hätte sich das Kreuzfahrtschiff „mutmaßlich in die Fundamente der Lagunenstadt und möglicherweise die an den Kanal grenzenden Häuser gebohrt“.

Rom kündigt nun Konsequenzen an. Verkehrsminister Danilo Toninelli will die Kreuzfahrtschiffe aus dem Kanal im historischen Zentrum Venedigs verbannen, meldet der Reisereporter. Der Minister twitterte: „Der Unfall heute beweist, dass große Schiffe nicht mehr den Giudecca-Kanal befahren sollten. Nach etlichen Jahren, in denen nichts getan wurde, sind wir einer endgültigen Lösung zum Schutz der Lagune und des Tourismus nahe.“

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