10. Juni 2021 | 18:18 Uhr
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Mailen

Kroatien hofft auf Reisewarnungs-Ende für weitere Regionen

Nachdem wichtige Touristenziele wie die Regionen Istrien, Split und Dubrovnik bereits nicht mehr zu den Corona-Risikogebieten zählen, setzt der Vertreter des Fremdenverkehrsamts von Kroatien Romeo Draghicchio auf Reiseerleichterungen für weitere Regionen – vielleicht schon ab Sonntag.

Kroatien Dubrovnik Hafen

Kroatien, hier Dubrovnik, sieht wieder wachsende Nachfrage aus Deutschland

Pressekonferenzen touristischer Destinationen laufen in Corona-Zeiten irgendwie anders als zuvor. So auch am Donnerstag: Rund drei Viertel der Zeit drehten sich die Fragen der Journalisten und die Antworten der kroatischen Tourismusvertreter in den deutschsprachigen Märkten um die aktuellen Bedingungen für die Einreise ins Land und die Rückkehr aus dem Reiseland.

Die sind unter anderem deshalb so komplex, weil Kroatien bei der Einreise auch die Testpflicht für einmalig, also mit Ausnahme des Impfstoffs von Johnson & Johnson „halb“ geimpfte Reisende abgeschafft hat. Und so gilt etwa für Empfänger der Impfstoffe von Biontech und Moderna, dass sie vom 22. bis zum 42. Tag nach der ersten Impfung von der Testpflicht ausgenommen sind. Bei Menschen, die mit dem Astra-Zeneca-Stoff geimpft werden, fällt die Testpflicht sogar bis zum 84. Tag nach der ersten Impfung weg. Das ist gut gemeint, macht die Sache aber nicht einfacher. Details zu den aktuellen Vorschriften hält die Website der kroatischen Regierung auch in deutscher Sprache bereit.

Ungeachtet dessen haben laut Tourismuswerber Draghicchio bereits über Pfingsten zahlreiche Deutsche Kroatien besucht. Die Corona-Maßnahmen im Land seien weitgehend vergleichbar mit denen in Deutschland, erzählt er. Hotels hätten während der vergangenen Monate nicht schließen müssen, die Außengastronomie und Teile der Innengastronomie seien offen.

Dennoch hofft er auf eine baldige Vereinfachung der Ein- und Ausreiseprozeduren. Dann sollen auch die Aktivitäten Kroatiens für deutsche Touristiker wieder hochgefahren werden, etwa in Form von Famtrips. Eine Prognose der Besucherzahl in diesem Jahr traut sich Draghicchio noch nicht zu. Aber er rechnet mit einer Normalisierung der Nachfrage noch im Sommer. Und 2022 könnten wieder 80 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht werden, als rund drei Millionen Deutsche das Land besuchten, schätzt er. 

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