Jede fünfte Ferienwohnung fällt durch spanisches Register
Spanien greift bei der Kurzzeitvermietung durch: Mehr als 84.000 Anträge auf eine Registrierungsnummer für Ferienwohnungen sind von den Behörden abgelehnt worden. Damit scheitert rund jede fünfte Bewerbung. Ohne gültige Nummer dürfen Unterkünfte seit Juli 2025 nicht mehr auf Plattformen wie Airbnb oder Booking angeboten werden.
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Mehr als 80.000 Ferienwohnungen in Spanien dürfen nicht mehr vermietet werden
Seit der Einführung des staatlichen Registers für touristische Vermietungen hat Spanien zehntausende Ferienwohnungen aus dem Markt genommen. Von insgesamt 400.362 Anträgen auf die sogenannte Número de Registro de Alquiler (NRA) wurden 84.250 widerrufen. Das entspricht gut 21 Prozent aller Anträge, wie Daten des Colegio de Registradores zeigen, die das spanische Fachportal Preferente aufgreift.
Dem stehen knapp 300.000 genehmigte Registrierungen gegenüber. Weitere rund 16.500 Unterkünfte verfügten über einen vorläufigen Code, der noch überprüft werde, so Preferente. Für den Markt bedeute das: Ein erheblicher Teil der bislang angebotenen Ferienwohnungen dürfe nicht mehr legal vermietet werden.
Anzeigenpflicht für Plattformen
Bereits seit dem 1. Juli 2025 sind Buchungsplattformen verpflichtet, bei Angeboten für Kurzzeitvermietungen eine gültige Registrierungsnummer zu verlangen. Fehlt diese oder wird sie widerrufen, müssen Inserate gelöscht werden. Das betrifft auch laufende Angebote auf internationalen Plattformen wie Airbnb und Booking.
Die meisten Ablehnungen haben laut der neuen Präsidentin des Colegio de Registradores, María Rosario Jiménez, formalrechtliche Gründe. In vielen Fällen hätten die Angaben zur Immobilie nicht mit dem Grundbuch übereingestimmt. In anderen Fällen seien Anträge von Personen gestellt worden, die nicht als Eigentümer eingetragen waren.
Die Quote der abgelehnten Anträge variiert stark zwischen den Regionen. Über dem landesweiten Durchschnitt liegen Andalusien mit rund 23 Prozent und die Kanarischen Inseln mit gut 24 Prozent. Besonders hoch sind die Ablehnungsquoten in Murcia und Kastilien-La Mancha. Dort scheitert mehr als jeder dritte Antrag.