21. Juni 2018 | 12:01 Uhr
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Dominikanische Republik: Viele Reisebusse ohne

Einem Bericht des touristischen Fachblatts "Arecoa" zufolge fehlt bei fast drei Vierteln aller Reisebusse in der Dominikanischen Republikeine gültige Betriebslizenz. Dies habe wiederum Auswirkungen auf den Versicherungsschutz der Reisenden, so Michel Musa Banks, der Präsident des Verbands der Tour-Veranstalter in der Dominikanischen Republik, Opetur. Käme es zu einem Unfall in einem Bus mit abgelaufener Betriebslizenz, dann zahle manche Versicherung nicht, warnt Banks.

Die Pointe der Geschichte: Es liegt offenbar keineswegs an den Busunternehmen, das ihren Vehikeln gültige Lizenzen fehlen, sondern an der zuständigen Landesbehörde. Seit das Tourismusministerium die Verantwortung für die Ausstellung der Lizenzen an das nationale Institut für Verkehr und Landtransporte, Intrant, übertragen hat, wurden keine Lizenzen mehr ausgestellt. Die Behörde habe den notwendigen Prozess für die Verlängerung oder Neuausstellung noch nicht einmal angestoßen, kritisiert Banks. Er halte es für einen großen Fehler, Intrant damit zu beauftragen.

Zudem weist der Verbandsvertreter auf ein weiteres Problem hin: Neben den legalen Anbietern, deren Lizenzen häufig abgelaufen sind, gibt es eine Vielzahl von illegalen Anbietern, die erst gar keine Lizenz besitzen. Bereits mehr als die Hälfte aller Angebote seien illegal, so Banks. Er fordert vom Tourismusministerium, gegen die ungesetzlichen Verkäufe von Touren am Strand oder durch Mitarbeiter in Hotels vorzugehen. Vor allem die wichtigste touristische Region Punta Cana sei vom illegalen Verkauf und dem Anbieten nicht genehmigter Touren betroffen.

AF

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