11. Juni 2026 | 17:20 Uhr
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Auslandsgäste treiben Italiens Reisemarkt

Italiens Reisemarkt ist 2025 nach Informationen des Marktforschungsinstituts Phocuswright um 4,5 Prozent auf 30 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um zehn Prozent auf 476 Millionen, getrieben vor allem durch Gäste aus dem Ausland.

Italien, hier ein Blick auf den Ort Barbaresco im Piemont, hat Umsätze und die Zahl der Übernachtungen im vergangenen Jahr gesteigert

"476 Millionen Übernachtungen sind ein Rekord, aber aufschlussreicher ist, woher das Wachstum kommt", sagt Pete Comeau, Managing Director von Phocuswright. Italien werde zunehmend von der Nachfrage aus dem Ausland geprägt.

Digitale Kanäle stehen laut Phocuswright inzwischen für 58 Prozent aller Buchungen. Mehr als die Hälfte davon entfalle auf mobile Geräte. Damit schreite die Verlagerung in Online- und Mobile-Kanäle im italienischen Markt weiter voran. Die Ergebnisse stammen aus dem "Italy Travel Market Brief 2026", der Marktdaten, Segmententwicklung und Trends der italienischen Reiseökonomie zusammenfasst.

Besonders deutlich zeigt sich die Verschiebung im Flugverkehr. Low-Cost-Carrier kamen im Sommer 2025 auf 61 Prozent der gesamten Kapazität. 2019 lag ihr Anteil noch bei 48 Prozent. Der Ausbau verbessert laut Phocuswright die Anbindung sekundärer Städte und stützt die Nachfrage aus dem Ausland.

Hotels bleiben größtes Segment

Hotels sind weiterhin das größte Segment nach Bruttobuchungen. Die Zimmererlöse erreichten 2025 rund 19,1 Milliarden Euro. Zugleich beschleunigte sich die Investitionstätigkeit. Das gesamte Hotelinvestment überstieg 2,5 Milliarden Euro und lag damit 19 Prozent über Vorjahr. Die Bahn gewinnt ebenfalls Marktanteile. Die Buchungen erreichten ein Volumen von 4,3 Milliarden Euro.

Comeau sieht in der starken Auslandsnachfrage zugleich eine Schwachstelle. Die Ausgaben ausländischer Besucher erreichten 2025 rund 57 Milliarden Euro. Diese Abhängigkeit sei Italiens größte Stärke, aber auch die wichtigste Verwundbarkeit in einer Phase geopolitischer Unsicherheit.

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