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26. März 2020 | 16:50 Uhr
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"Artania"-Gäste sollen am Wochenende nach Hause fliegen

An Bord des Phoenix-Schiffes, das im westaustralischen Fremantle liegt, waren sieben bestätigte Fälle mit Covid-19-Ansteckung gemeldet worden – fünf Gäste und zwei Crewmitglieder. Nun sollen die über 800 Passagiere mit gecharterten Flugzeugen die Heimreise antreten.

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Die "Artania" fährt ohne Gäste zurück nach Bremerhaven

Die australische Regierung und die deutsche Botschaft in Australien hätten gemeinsam entschieden, dass der Rückflug der Gäste nach Deutschland voraussichtlich am 28. oder 29. März erfolgen könne, teilt Phoenix Reisen mit. Nach Vorgabe der australischen Behörden und um deren Organisationen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen sei es den Gästen erlaubt, jeweils ein Gepäckstück mit auf den Flug zu nehmen. Diese eigens gecharterten Flüge würden von Phoenix-Reiseleitern begleitet. Allen an Bord gehe es "den Umständen entsprechend gut".

Australier werden ungeduldig

Vor Ort scheint der Ton unter den unfreiwilligen Gastgebern unter dessen rauer zu werden. Mehrere Medien zitieren den Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, mit der Forderung, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. „Sein Heimathafen ist eigentlich in Deutschland.“ Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht, berichtet die Nachrichtenagentur (DPA).

Auch "MSC Magnifica" noch vor Ort

Neben der "Artania" befindet sich derzeit auch "MSC Magnifica" noch immer vor der westaustralischen Küste. Deren Gäste hatten schon seit dem 10. März keinen Kontakt mehr zur anderen Personen, daher geht die Reederei offenbar davon aus, dass sie alle Corona-frei sind. Das Schiff, das zuvor noch nicht in Fremantle anlegen durfte, soll dies nun tun, um in den nächsten beiden Tagen die Überfahrt nach Europa vorzubereiten. Gäste, die nach Hause fliegen wollten, seien bereits in Sydney und Melbourne ausgeschifft worden, heißt es. Ursprünglich hatte auch die "Artania" mit ihren Gästen an Bord nach Hause fahren wollen.

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