10. April 2017 | 08:29 Uhr
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Ägyptens Staatschef kündigt nach Terroranschlägen

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Nach zwei Anschlägen auf christlich-koptische Kirchen in den Städten Tanta und Alexandria mit zahlreichen Toten und Verletzten rät das Auswärtige Amt bei Reisen in das Land einschließlich der Touristengebiete zur Vorsicht. Eine Warnung vor Ägypten-Reisen sprach die Behörde aber nicht aus. Sie teilte lediglich mit, es bestehe "landesweit ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen". Diese könnten sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten. Unterdessen hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi einen dreimonatigen Ausnahmezustand angekündigt. Er soll in Kraft treten, sobald das Parlament seine Zustimmung dazu gegeben hat. In früheren Fällen führte der Ausnahmezustand dazu, dass Polizisten ohne Haftbefehl und richterliche Anordnung Ausgangssperren verhängen, Menschen verhaften und Wohnungen durchsuchen durften. Die erweiterten Befugnisse sollen den Sicherheitskräften das Vorgehen gegen Extremisten erleichtern. Zuvor hatte der Staatschef bereits den landesweiten Einsatz des Militärs angeordnet. Die Armee solle die Polizei beim Schutz von wichtigen Einrichtungen unterstützen.

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