2. März 2019 | 08:00 Uhr
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Fachkräftemangel verschärft sich weiter

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Demnach könnten 2025 deutschlandweit 2,9 Millionen Erwerbstätige fehlen. Ursache ist der demografische Wandel.

Die Zahl der Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sinkt von 54 Millionen auf 47 Millionen Personen im Jahr 2045. Komme es dabei zu keiner Veränderung der Ausbildungspräferenzen, werde das Angebot an Arbeitskräften mit einem Hochschulabschluss zunehmen, während künftig immer weniger Arbeitskräfte der mittleren Qualifikationsebene dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, so die Prognos-Forscher.

Um die potenziellen Ungleichgewichte zu vermeiden oder zu verringern, müssten Beschäftigungschancen verbessert, die Erwerbsbeteiligung erhöht, Arbeitszeitpotenziale genutzt, eine breite Bildungsoffensive gestartet und die Zuwanderung gezielt gestaltet werden. Insbesondere durch eine weitere Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten könnten wichtige Beiträge zur Fachkräftesicherung erzielt werden, erklärt das Institut.