12. März 2026 | 16:03 Uhr
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Weitere Reiseabsagen und Umbuchungsangebote

Reiseveranstalter reagierten auf die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Israel, Jordanien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Oman weiter mit Absagen, vor allem auf kurze Sicht, und flexiblen Umbuchungsregeln sowie Stornierungsmöglichkeiten. Ein Überblick.

Flughafen Anzeigetafel

Viele geplante Reisen fallen in den kommenden Tagen und Wochen ins Wasser

TUI hat Reisen in mehrere Golfstaaten für Anreisen bis einschließlich 19. März abgesagt. Für Israel gilt die Absage bis 31. März. Gäste können ihre Reisen bis zu diesem Termin kostenfrei umbuchen oder stornieren. Auch für Reisende mit Umsteigeverbindungen über die Golfregion gelten gebührenfreie Änderungen.

Die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5, die in Abu Dhabi und Doha festsaßen, seien mittlerweile alle in ihre Heimatländer zurücktransportiert worden. Reisen von Mein Schiff 4 wurden zunächst bis einschließlich Reisebeginn 23. März abgesagt, bei Mein Schiff 5 betrifft das zunächst noch Reisen mit Beginn bis einschließlich 12. März. Passagiere späterer Reisen, der der sogenannten "Weltentdecker"-Reisen, will TUI Cruises über das weitere Vorgehen informieren.

Unterschiedliche Zeithorizonte

Die Dertour Group hat derweil alle Reisen bis einschließlich Freitag, den 20. März, in die Nahostgebiete mit einer bestehenden Reisewarnung abgesagt. Betroffene Gäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten alternativ den vollständigen Reisepreis zurück.

Für Pauschalreisen und Hotelbuchungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Jordanien, Oman und Saudi‑Arabien mit Anreisen bis zum 31. März bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben kostenlose Umbuchungen an. Für Flugreisen mit Verbindungen über Nahost-Drehkreuze bis einschließlich 25. März werden ebenfalls kostenlose Umbuchungen auf gleichwertige Reisen angeboten.

Umgang mit Fernreisen

Auch Schauinsland Reisen hat reagiert und alle Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Oman sowie Pauschal- und Nur-Flugreisen mit Zwischenlandung in der Golfregion bis einschließlich 22. März abgesagt. Betroffene Kunden erhalten eine Erstattung oder können ohne Umbuchungsgebühren auf andere Ziele wechseln.

Beim Studienreiseanbieter Studiosus wirkt sich die Lage vor allem auf Gäste aus, die Reisen in Fernziele gebucht haben und über eines der Drehkreuze am Golf fliegen wollten –darunter  China, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Malediven, Philippinen, Seychellen, Singapur, Sri Lanka, Südkorea und Vietnam sowie Australien und Neuseeland.

Aktuell reisten zahlreiche Gäste der Unternehmensgruppe in betroffenen Ländern in Asien und Ozeanien, heißt es. Weitere Anreisen stünden in den nächsten Tagen und Wochen an. Für zahlreiche Gäste der Unternehmensgruppe seien in den kommenden Wochen Flüge mit Umstieg an den Flughäfen der Golfstaaten vorgesehen. "Wir nehmen sukzessive Flugumbuchungen vor und informieren die betroffenen Gäste", teilt Studiosus mit. Für Stornierungen und Umbuchungen von Reisen in die betroffenen Länder gelten nach Angaben des Unternehmens weiter die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Weitere Flugabsagen und Rückkehr der Gestrandeten

Der Linienverkehr bleibt ebenfalls stark beeinträchtigt. Die Lufthansa Group hat ihren Flugstopp nach Dubai verlängert. Grund sind nach Angaben des Konzerns stark reduzierte Abfertigungskapazitäten an den Flughäfen des Emirats. Flüge der Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Ita Airways und Eurowings bleiben bis mindestens 28. März gestrichen.

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten: Wie der DRV mitteilt, wurden mittlerweile fast alle der mehreren zehntausend Gäste von Reiseveranstaltern sicher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Golfstaaten nach Deutschland zurückgebracht.

Christian Schmicke

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