25. März 2021 | 07:00 Uhr
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TVG bereitet sich bei Jahrestagung auf Neustart vor

Mit einem eigenen Song, einer Kampagne namens "Raushelfer" und neuem Internetauftritt für die Franchisenehmer versucht die Franchisekette TVG bei ihrer digitalen Jahrestagung, inmitten der Corona-Krise den Blick nach vorne zu richten. Chefin Birgit Aust (Foto) glaubt, dass die Kette für den Neustart gerüstet ist.

Aust Birgit

Birgit Aust hat in den vergangenen Monaten in den Online-Auftritt investiert

Bei der Jahrestagung waren erstmals alle Mitarbeiter der Partnerbüros geladen; 300 Gästen kamen so im digitalen Raum zusammen. "Viele Rahmenbedingungen, wie es für die Branche nach Vorgaben der Regierung weiter gehen wird, sind aktuell völlig unklar", weiß TVG-Geschäftsführerin Birgit Aust um die Sorgen ihrer Franchise-Nehmer. Gleichwohl standen die tagesaktuellen Ereignisse rund um das Corona- und Pandemiegeschehen nicht im Mittelpunkt der Tagungs-Agenda. Schließlich sollte die Veranstaltung Aufbruchstimmung vermitteln.

Dafür stand exemplarisch der Song "Wir sind alle eine Welt" von Purple Schulz, den Aust in Auftrag gegeben hatte und der auf der Tagung Premiere feierte. Er soll die "Sehnsucht nach der Welt da draußen" wecken, so die TVG-Chefin, und die neue "Raushelfer“-Kampagne der Kette begleiten.

Nachfrage für Flexpi-Modell und Pop-Up Stores noch überschaubar

An Ideen hatte es Aust auch in den vergangenen Monaten nicht gemangelt. So hatte sie das "Flexpi“-Konzept entwickelt, mit dem Franchisenehmer gekündigte Reiseverkäufer als freie Mitarbeiter an sich binden können. Zudem bietet sie den Franchisern Pop-Up Stores an, die ab 250 Euro Monatsmiete verfügbar sein sollen und an attraktiv gelegenen Standorten das Geschäft ankurbeln sollen. Noch sei die Nachfrage nach beiden Modellen überschaubar, räumt Aust ein. Jeweils fünf Partner hätten sich für das Flexpi-Konzept entschieden oder planten zum Sommer, mit einem Pop-Up Store Flagge zu zeigen.

Mitte April sollen die neuen Websites der TVG-Partner online gehen, zu deren neuen Funktionen unter anderem die Anbindung an das Kriseninformationssystem von A3M gehört. Zudem sollen Features wie das Termintool Easy Meet die Personalplanung flexibler gestalten und über den persönlichen Service sowie die erweiterte Erreichbarkeit die Kundenbindung steigern. Vom Sommer an soll es zudem die Möglichkeit geben, „die Öffnungszeiten mit Unterstützung durch erfahrene Kollegen in touristischen Call Centern auszudehnen“, kündigt Aust an.

Christian Schmicke

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