Touristiker blicken immer pessimistischer auf die Saison
Laut einer aktuellen Reise-vor9-Umfrage blicken 63 Prozent der befragten Reisebüro- und 51 Prozent der Veranstalter-Beschäftigten angesichts der aktuellen Unsicherheiten eher skeptisch auf die Sommersaison. Dabei mischen sich sicherheitsbezogene und wirtschaftliche Bedenken.
iStock/patpitchaya
Die Stimmung unter Touristikern leidet unter den weltpolitischen Ereignissen
In der Umfrage, an der rund 300 Touristiker teilnahmen, wird deutlich, dass vielfältige Sorgen Reisebüros und Veranstalter umtreiben. Neben der aktuellen Arbeit mit Umbuchungen und Stornierungen beschäftigen die Reiseprofis vor allem Fragen zur weiteren Buchungsentwicklung.
In Kommentaren wird deutlich, dass die aktuelle Nachfrage schwach ist und dass sich die Verunsicherung der Verbraucher auf mehreren Ebenen abspielt: Sicherheitsbedenken, auch bei nicht unmittelbar betroffenen Zielen wie der Türkei und Ägypten, sowie Fragen rund um die Entwicklung der Flug- und Reisepreise wechseln sich ab mit Sorgen um die allgemeine Preisentwicklung, die das Reisebudget vieler Verbraucher zusätzlich belasten oder reduzieren könnten.
Hoffnung auf Last-Minute?
Manche Umfrageteilnehmer hoffen auf ein starkes Last-Minute-Geschäft, wenn sich der Iran-Krieg und die damit verbundenen Konflikte binnen Wochen beruhigen. Andere zeigen sich angesichts der auf zahlreichen Ebenen unsicheren Situation alarmiert und befürchten eine anhaltende Verunsicherung der Kunden.
Wieder andere stellen die Frage, ob die gehäuften Krisen der jüngeren Zeit Kunden künftig davon abhalten könnten, ihre Reisen frühzeitig zu buchen. Ob die gerade wieder ein kräftiges Revival erlebenden Flex-Tarife der Veranstalter geeignet sind, die Zweifel zu zerstreuen, ist unter den Kommentatoren umstritten.
Christian Schmicke
Kommentieren und folgen Sie Reise vor9 auf Linkedin