Die Liste war lang, die Aust bei der TVG-Jahrestagung im März ihren Franchisenehmern ins Aufgabenbuch schrieb. Top-gepflegte Kundendaten, verpflichtende Nutzung der TVG-Midoffice-Lösung, stärkere Steuerung auf die FTI Group, engere Anbindung an den Fernsehsender Sonnenklar TV, Aktualisierung der Büroausstattung. Zum November erhalten sie neue Verträge, die die Kriterien definieren.
Seelmeyer, Chef der RSO-Service-Insel, unter deren 31 Büros 16 Sonnenklar-Filialen sind, sieht das nicht ein, wie er gegenüber FVW zum Ausdruck brachte. Das neue Konzept macht bei Seelmeyer Investitionen nötig. "Die geforderten Investitionen in Produktwände, Info-Stelen und teure Möbel stehen für die RSO in keiner Weise im Kosten-Nutzen-Verhältnis", erklärte er. Investitionen von rund 20.000 Euro pro Büro, die dafür notwendig wären, seien "nach Corona eine harte Herausforderung". Deshalb stehe er mit anderen Reisebüroorganisationen in Verbindung, um zu ermitteln, was am besten zu seinem Konzept passe, so der Unternehmer, der auch in der FDP aktiv ist.
TVG-Chefin Aust betonte indes gegenüber dem Blatt, das Feedback der Büros sei "generell positiv", 85 hätten die neuen Verträge bereits unterschrieben. Bei "individuellen Herausforderungen" suche man gemeinsam nach Lösungen, alles weitere seien freie unternehmerische Entscheidungen.
